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Freuden,ladt und die Sachsen zogen sich aus Sztarray zurück, der mit etwa 10,000Mann hinter der Rench stand. Desair wendete sich gegen diesen General, griffihn in der Front an, überflügelte ihn rechts über Obcrkirch, und verfolgte ihnbis nach Bühl.
Inzwischen setzte die französische Armee ihren Uebergang fort. St. Cyr, dervon der Mannheimer Brücke herbei marschirte, rückte in die Schlachtordnung ein.Der Geschützpark, das Gepäcke, die Reiterei und 50,000 Mann hatten den Rheinüberschritten, nur 2 Divisionen blieben auf dem linken Ufer zurück; die eine vorder Brücke von Mannheim, die andere zu Hüningen. Wenn Moreau seine Streit-kräfte mit sener Kunst verwendete, von welcher der Obergeneral der italienischenArmee ein so glänzendes Beispiel gegeben hatte, so konnte er seine Gegner nacheinander schlagen; allein Moreau war ein Mann der Methode und beschränktesich auf die genaue Ausführung der von dem Direktorium erhaltenen Befehle.
Der erste Zweck gieng dahin, den Krieg vom Rhein zu entfernen, um Jour-dan Luft zu machen. Man mußte daher den Erzherzog über die schwäbische Alpin das Neckarthal ziehen. Während Ferino Bibcrach (im Kinzigthal) und Frei-burg besetzte, und durch die Beobachtung von Fröhlich und Conde den Rückendes Heeres deckte, vertrieb St. Cyr die schwäbischen Truppen von Freudenstadt,und besetzte die Alb; eine Abtheilung drang bis Horb an den Neckar vor, woraufSt. Cyr auf den Höhen parallel mit Desair vorrückte, der sich auf der Straßenach Heidelberg gegen die Kaiserlichen wendete.
Nachdem Latour zur Unterstützung von Sztarray herangekommen war, suchteer an der Spitze von 25,000 Mann den Uebergang über die Murg zu ver-theidigen.
Desair traf gegen ihn dieselben Anstalten, wie an den Ufern der Rench; erbegann das Gefecht bei Rastadt und Kuppenhcim, während sein rechter Flügelden Feind über Gernsbach umgieng. Latour verlor 1000 Mann, und räumtedas Schlachtfeld, um bis an die Alb zurückzuweichen, wo der Erzherzog an-langte.
Nachdem dieser Prinz die Hauptmasse seiner Armee unter dem FeldzeugmeisterWartensleben zwischen dem Main und der Lahn zurückgelassen hatte, führte erLatour eine Verstärkung von 20,000 Mann zu.
Hier standen setzt 43 Bataillone und 85 Schwadronen vereinigt. Moreauhatte 45 Bataillone und 55 Schwadronen gegen dieselben zu verwenden. BeideFeldherrn rüsteten sich zu einer entscheidenden Schlacht. Moreau bestimmte hiezuden 9ten, der Erzherzog den 10ten Juli. Moreau's Plan gieng dahin, den lin-ken Flügel des Feindes bei Herrenalb und Frallenalb zu umgehen, zum Rückzügezu zwingen, um dadurch die Straße nach Pforzheim zu gewinnen, während seinlinker Flügel am Fuße des Gebirges vorgehen und die österreichische Hauptmachtdort beschäftigen sollte.
Aus der andern Seite beschloß der Erzherzog, Gernsbach im Murgthale zuforciren, hierauf mit 2 Colonnen auf der Rhein- und Bergstraße gegen Rastadtvorzudringen, und den Feind so weit als möglich zurückzuwerfen.