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Ihm folgte Ferino , dann Dcsair, worauf die ganze Armee sich im Rhcinthale ent-wickelte. Allein jetzt eilte auch der Erzherzog herbei; schon hatte sein linker Flü-gel die von Moreau zur Beobachtung von Mannheim zurückgelassenen schwachenPosten zurückgedrängt und Kehl durch einen Handstreich zu nehmen versucht,der jedoch durch die Nationalgarde von Straßburg zurückgewiesen wurde. DerErzherzog selbst war im Anmärsche, um Moreau den Rückzug abzuschneiden. Diegegenseitigen Streitkräfte näherten sich immer mehr, Moreau, um Kehl zu be-freien, der Erzherzog, um die Bclagerungsoperatiouen zu decken.
«plan des Beiden Feldherrn erschien Waldkirch als der wichtigste Punkt, von dessenTreffens bei Besitz das Gelingen ihrer Operation abhieng. Um diese Zeit war das ganzeRhciuthal durch starke Regengüsse dergestalt überschwemmt, daß man sich nur aufder etwas höher liegenden Chaussee dem Punkte Kenzingeu nähern konnte. Zwi-schen Emmendingen und Waldkirch, besonders aber im Brechthale waren dieWege größtcntheils grundlos.
Am löten October standen die unter dem Erzherzoge vereinigten kaiserlichenTruppen auf folgenden Punkten: Im Lager bei Herbolzheim 7 Bataillone, 23Schwadronen (««). Bei Simonswald, Bleibach und Sieglau das Corps unterNauendors (6 6). Die österreichischen Vortruppcn hatten Kenziugen, Malter-dingen, Heimbach und das rechte Ufer der Elz bei Blcibach besetzt. Moreau'sHeer stand in dem Bogen von Riegel über Theningen, Emmendingen bis Wald-kirch Vertheilt (ee).
Der Erzherzog verschob den Angriff auf den 19. October Vormittags 10 Uhrund traf hiezu folgende Disposition: Die erste Colonne unter Naucndorf (8 Ba-taillone, 12 Schwadronen) sollte von Bleibach aus Waldkirch angreifen. Einezweite Colonne unter Wartenslebcn (12 Bataillone, 25 Schwadronen) sollte vonHeimbach aus (llll) Emmendingen angreifen und sich der dortigen Brücke überdie Elz bemächtigen. Eine dritte Colonne unter Latour (8 Bataillone, 15 Schwa-dronen) ward befehligt, in zwei Richtungen (eo) über Heimbach und Malter-dingen gegen Köndringen vorzudringen und den dortigen Uebergang über die Elzzu forciren. Eine vierte Colonne endlich (5 Bataillone, 32 Schwadronen) unterFürstcnberg sollte mit Festhaltung von Kenziugen Scheinangriffe gegen Riegel(/'/) ausführen.
Der Vollziehung dieses Planes kamen die Franzosen zuvor, indem sie schonum 8 Uhr Morgens von ihrem rechten Flügel aus eine Brigade der DivisionAmbert is / v ) über den Kandelbcrg nach dem Simonswalderthal entsendeten unddie dort aufgestellten österreichischen Truppen bis Niedcrwieden zurückdrängten.
Um dieselbe Zeit griff St. Cyr im Elzthale mit einem Theile der Mitte denGeneral Nauendorf bei Bleibach (g g~) an; diesen Augenblick benützte das beiSiegelau stehende österreichische Detaschement zum raschen Vorrücken auf Kolnau(/t/t), wodurch die linke Flanke des französischen rechten Flügels bedroht, unddie Franzosen dadurch zur Räumung des Simonswälder - und des Elzthalcs bisnach Waldkirch genöthigt wurden.
Jetzt rückte Nauendorf links wieder auf den Kandelbcrg und rechts zum An-