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Stoß der kaiserlichen Armee kaum 34,000 Combattanten entgegen zu stellen. GanzItalien wartete dessen Wirkung mit Beklemmung ab. Man wagte kaum, sichder Hoffnung hinzugeben. Wie sollte eine so schwache Truppenzahl gegen dieüberlegenen feindlichen Streitkräfte Stand halten, deren Zahl man absichtlichvergrößerte?
Aus die Kunde von Wurmsers Marsch verließ Bonaparte Mailand, und eiltenach dem Hauptquartiere Castel-nuovo, wo er am 29. Juli anlangte.
An diesem Tage ward der Angriff auf allen Punkten eröffnet. Morgens um3 Uhr debouchirten 8000 Mann auf der Poststraße und der Kaiserstraße, undstürzten sich auf Massena's Vorhut; Joubert hatte sich durch einige unvollkom-mene Schanzen gedeckt. Die Schwierigkeit der Recognoszirung in einem durch-schnittenen, dem Hause Oesterreich ergebenen Lande hatte ihm nicht gestattet, dieStreitkräfte seines Gegners zu erfahren; er ward daher überfallen; nichts desto-wcniger war der Widerstand hartnäckig. Ein einziges Bataillon vertheidigte fünfStunden lang den Zugang der Poststraße, und die Posten des Passes La Coronawaren noch unangegriffen, als ein zahlreiches Corps durch Umgehung des west-lichen Abfalls des Montebaldo sich auf der Seite von Lumino zeigte, und denTasso im Rücken der französischen Brigade zu passiren, und ihr bei Rivoli zuvorzu-kommen drohte; in diesem Augenblicke begann Joubert einen Rückzug. Zur sel-ben Zeit drang ein drittes Corps auf dem linken Etsch-Ufer vor, und beschoßdie Trümmer der in dem Defilce der Poststraße zurückweichenden Colonne imRücken; sie suchte ihren Rückzug zu bewerkstelligen, ward aber eingeschlossenund gefangen. Da durch diesen Unfall die steile Steige von Rivoli blosgegcbenwar, so glaubte Masscna sich nicht länger auf dem Plateau halten zu können,und ordnete daher eine allgemein rückgängige Bewegung nach den Quellen desTartaro an. Auf der Westseite des Garda-Sees hatte Säuret den Paß vonRocca d'Anfo außer Acht gelassen; von dort aus entwickelten sich drei Divisionen,ohne auf Hindernisse zu stoßen. Die rechts überstieg den Monte S. Osetto undnahm ihre Richtung auf Brescia, wo sie ohne einen Schuß zu thun, eindrang;die mittlere folgte der Straße bis Gavardo; die linke drang im Thale des Fos-colano vor, und drängte die französischen Posten zurück. Säuret, lebhaft ge-drängt, räumte Salo und zog sich nach Descnzano zurück; Guyeu, der nicht mehrfolgen konnte, blieb mit einer Halbbrigade in einem hart am See gelegenen Ge-bäude bei Salo. Auf dem linken Etschufer endlich drang die kaiserliche Vorhutüber die Höhen bis an das Glacis von Verona vor. »
Diese Bewegungen, von welchen die Berichte von Stunde zu Stunde imfranzösischen Hauptquartiere zu Castel - nuovo eintrafen, enthüllten WurmsersPlane. . Von der Ostseite Verona's war keine Meldung eingegangen; der Angriffentwickelte sich daher von Verona bis nach Brescia; er nahm die Stellungen desfranzösischen Heeres im Rücken, in der Absicht, sie gegen Mantua zurückzudrücken.
Dies war auch in der That der Plan des Feldmarschalls; er rückte mit seinerArmee in 3 Corps vor; das linke unter Davidvvich (3 Divisionen, 12—15,000Mann ) auf der Straße von Tyrol; das rechte unter Qnosdanovich (3 Divisionen,