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[Band 1.]
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diese. Zu gleicher Zeit gieng Rampon mit der 32tcn Halbbrigade zwischen derEtsch und der Stadt durch, wahrend Vaubois auf dem rechten Ufer erschienund den Rückzug der Oesterreicher beschleunigte.

Roveredo war geräumt, und Davidowich blieb zum neuen Halte nur das Defileevon Caliano. Hier ist die Straße noch mehr eingeengt, und ward noch überdicßdurch das Castell Pietro gesperrt. Aber diese Hindernisse schwinden vor Solda->ten, die im Gebirgökriege erfahren sind. Die einen schleichen sich am Ufer derEtsch hin, und umgehen das Castell; andere schaffen eine Batterie auf die Fel-sen und beschießen es im Rücken, worauf es genommen wird. Hierauf debou-chiren die Sieger auf der Straße und werfen die von Schrecken erfaßten Feindeüber den Haufen. 50 Husaren unter Lcmarrois, dem Adjutanten des Obcrgene-rals, brechen sich Bahn durch die Masse der Fliehenden und suchten diesen denWeg zu versperren; ihr Beginnen mißlingt, allein dieser kühne Versuch wird er-neuert von den Guiden und einem Dragoner-Regimente, welche die Kaiserlichendurchbrechen und ihnen ihr Geschütz, ihr Gepäcke und 4000 Gefangene ab-nehmen.

Dieser Tag, welchem man den Namen der Schlacht bei Roveredo gegebenhat, verschaffte den Franzosen den Eingang nach Tirol, und kostete dem Feindeaußer seinem Material gegen 8000 Mann. Davidowich beeilte sich, Trient zuräumen und sich hinter den Lavisio zurückzuziehen.

Am folgenden Tage nahm die französische Armee Stellung bei Trient. DerSchleier, welcher Wurmsers Marsch verhüllte, war gehoben. Seit zwei Tagenzog der Feldmarschall in einer laugen Colonne das Brentathal hinab. Schondebouchirte seine Vorhut (die Division Meszaros) auf Vicenza, und bedrohte Ve-rona, während die Mitte Baffano noch nicht überschritten hatte. Ohne Zeit-verlust mußte man suchen, ihn zu erreichen. Hiezu standen zwei Wege offen:entweder umkehren an die untere Etsch, um eine Schlacht in der Front anzuneh-men, welche keinen jener Glücksfälle in Aussicht stellte, die aus einer unvorher-gesehenen Combination hervorgehen; oder ihm nacheilen, um ihn auf seinem ver-längerten Marsche im Rücken anzugreifen. Machte er Kehrt, so war Mesza-ros. schon zu weit entfernt, um Theil am Gefechte nehmen zu können; man schlugsich bei gleicher Truppenzahl, und dann konnte über den Erfolg sich kein Zweifelmehr erheben. Folgte er seiner Vorhut, so drängte man ihn unter die Mauern vonVerona. Nahm er Stellung auf dem linken Ufer der Breuta, so verfolgte manihn bis in die Alpen und der Krieg entfernte sich von Mantua.

Bonaparte's Entschluß war bald gefaßt. Im Besitze von Trient führte erVaubois bis an den Lavisio, warf Davidowichs Nachhut auf der Straße gegenNeumarkt zurück, und befahl dieser Division, die Trümmer des österreichischenCorps im Schach zu halten.

Am folgenden Tage führte er die Divisionen Augereau und Massen« überLevico. Am 7ten Mittags stieß man auf eine starke Nachhut (3—4000 Mann),welche an dem Defilee von Primolano lagerte. Auch hier, wie bei Caliano,sperrte ein Schloß die Straße; allein wie dort, wurde dasselbe mit Sturm ge-