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Die Armee, ergriffen von dieser bewundernswerthen Combination, überschreitetmit Ungestüm die Brücke bei Ronco. Bonaparte beabstchtigt, von hier aus überArcole durch einen schnellen Marsch Villanova zu gewinnen, wodurch er nichtnur die Hauptverbindung der Ocsterreicher mit Vicenza unterbrach, sondern auchihre bei Villanova stehende Reserve-Artillerie, sowie alles Gepäcke zu erbeutenhoffte.
Die bei Arcole stehenden österreichischen Truppen tz 2 Bataillone, 1 Schwadronmit 2 Geschützen) versahen ihren Dienst so nachläßig, daß sie den Brückenschlagbei Ronco und den Uebergang nicht bemerkten; erst als um 9 Uhr in dieser Ge-gend einige Kanonenschüsse fielen, ward man aufmerksam, und nach 10 Uhr gierigim österreichischen Hauptquartier zu Gombione die Meldung ein, eine feindlichestarke Masse habe die Etsch überschritten, die Vorposten bei Zerpa geworfen unddringen auf den beiden Dämmen gegen Bionde und Arcole vor. Alvinzy's an-fängliche Ansicht, es sey dies eine bloße Demonstration, verzögerte die dagegen zuergreifenden Maßregeln, so daß die erste Brigade der Division Provera erst um11 Uhr gegen Porcile aufbrach, die zweite ihr eine Stunde später folgte; nachArcole ward nichts gesendet, sondern nur General Mitrowski, der von Feltreheranzog, zur Beschleunigung seines Marsches aufgefordert.
Bonaparte hatte die Reserve -Cavalerie auf dem rechten Ufer der Etsch ge-lassen und dirigirte die Division Augcreau rechts gegen Arcole, die später folgendeDivision Massen« auf dem links nach Bionde führenden Damme vor; beide Ab-theilungen ließen zusammen 5 Bataillone bei der Brücke von Ronco zurück. Baldkamen die Truppen Augereau's in das wirksame Flankenfeuer der am linken Al-pone-Ufer stehenden Ocsterreicher; noch schwieriger ward ihre Lage, als sie ander Brücke von Arcole eintrafen, über welche die Straße vom rechten auf daslinke Ufer des Alpone führt. Zwei Geschütze waren hier aufgeführt, die zu-nächst der Brücke gelegenen Häuser barricadirt und mit -Schießscharten versehen;ohne Verzug begannen die Republikaner den Angriff, der, den Ortsverhältnissengemäß, nur im einfachen Anlaufe bestand, da es unmöglich war, ihn durchFeuerwirkung einzuleiten und zu unterstützen. Während mehreren Stunden wüthetehier der Kampf, ohne daß die Stürmenden Vortheile zu erreichen vermochten.Vergebens stellten sich die französischen Generale nacheinander an die Spitze derColonnen, sie wurden fast in demselben Augenblicke durch Tod oder Verwundungaußer Gefecht gesetzt. Mit der langen Dauer desselben verschwand die Aussichtauf Erfolg immer mehr, da an eine Uebcrraschung des österreichischen Parks nichtmehr zu denken war, und die Gegner hinreichende Zeit erhielten, den bedrohtenPunkt zu verstärken, was indessen nur in so ferne stattfand, daß die am Alponeaufgestellten 4 Bataillone sich bei Arcole zusammenzogen und in den ersten Nach-mittagsstundcn 1 Bataillon der Brigade Mitrowsky dort eintraf.
Bonaparte, der sich in die Nähe des Kampfplatzes verfügte, fühlte das Be-denkliche seiner Lage, und hoffte ihr eine günstige Wendung zu geben, indem erdem General Guyeu befahl, mit einer Brigade die Etsch unterhalb der Mündungdes Alpone zu überschreiten und Arcole im Rücken anzugreifen. Diese Bewegung