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[Band 1.]
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den Oberbefehl derselben. Kaum hatte sie jedoch ihre Operationen begonnen, alsdie Unfälle der österreichischen Generale sie dem Unwillen Bonaparte's preisgaben.Kaum war Mantua's Capitulation unterzeichnet, als er sich gegen die päbstlichenTruppen wendete; vor Faenza stieß er auf sie und warf sie in Unordnung bisnach Ancona, wo sie auf die Hälfte herabgeschmolzcn anlangten, und vollendsauseinander gesprengt und gefangen wurden. Die Republikaner besetzen diesewichtige Festung und Bonaparte verlegte sein Hauptquartier nach Tolentino. Hierhielten ihn Abgesandte des heiligen Stuhles in seinem weiteren Marsche auf, in-dem sie die Gesetze des Siegers unterzeichneten.

Italien war erobert, aber der Kaiser, in Deutschland siegreich, glaubte denKampf noch länger bestehen zu können.

III.

Invasion der kaiserlichen Provinzen durch die italienische Armee. — Maffena's Marsch (io.bis 18. März). — Jouberts Marsch (10. März bis 5. April). — Uebergang über die Piave(12. März). — Treffen am Tagliamento (15.). — Einnahme von Palma -nova (17.). —Treffen bei T arvis (22.);—bei Neumarkt (2. April). — Waffenstillstandvon Leoben (17.).

Der Erzherzog Carl ward an die Spitze der Trümmer Alvinzys gestellt, und6 schöne Divisionen, welche man aus den in Deutschland stehenden Heeren zog,wurden bestimmt, ihn zur Ergreifung der Offensive in Stand zu setzen. Währendsich zwei dieser Divisionen nach Tirol, und die vier andern nach Salzburg undVillach in Kärnthen in Marsch setzten, erhielt Bonaparte 3 Divisionen aus demInnern, von der Sambre- und Maas- und von der Rhein- und Moselarmee.Das Direktorium hatte sie mitten im Winter über die Alpen gesendet, so daß siean der Etsch anlangten, ohne daß der Feind etwas davon wußte.

Die französische Armee hatte daher zum erstenmale und nur für sehr kurze Zeitdie Ueberlegenheit der Zahl. — Dieser Umstand war zu günstig, als daß Bona-parte ihn vorübergehen lassen durfte.

Während der Erzherzog die Vereinigung aller seiner Streitkräfte abwartete,hatte er diejenigen, welche bereits unter seinen Befehlen standen, mit Rücksichtauf die Schwierigkeiten des Terrains und der Jahreszeit verlegt. Die Haupt-colonne bewachte die zugänglichste Straße, diejenige nach Krain; eine mindergroße stand vor den Defileen von Tarvis und Ponteba; die dritte hatte Tirol be-setzt. Die Ankunft der im Marsche begriffenen Truppen sollte das Gleichgewichtauf Seiten der beiden letzten Abtheilungen herstellen. Diesen Moment wollte derErzherzog abwarten, um sofort von allen drei Punkten zu gleicher Zeit anzu-greifen.