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Inzwischen rückte Bayalich vor; ihm folgen Guyeu und Serrun'er, welche Bo-naparte über Udine zu seiner Verfolgung abgeschickt hat, auf dem Fuße; als erunweit Tarvis debouchirte, stieß er auf die siegreiche Division Massena's undmußte das Gewehr strecken.
Der Erzherzog zog sich nach Klagenfurt zurück, wohin er seinen linken Flügelberief, dem Bernadotte über Laybach gefolgt war und den er noch bis nach Kärn-then verfolgte. Sobald Bonaparte Trient zur Capitulation gezwungen hatte, wen-dete er sich nach dieser Provinz, wo er die ganze Armee conzentrirte. Er folgteseinem Gegner, schlug ihn bei Neumarkt, trotz der angelangten Verstärkungen unddrang bis Leoben vor. Von hier aus ward Wien bedroht. Der kaiserliche Hofgab endlich seine Zustimmung zu Friedensunterhandlungen, und am 17ten Aprilwurden die Präliminarien unterzeichnet.
IV.
Operationen am Rhein.
Verlust von Kehl (9. Jan.). — Verlust des Hünm'nger Brückenkopfes (5. Febr.) —Rhein-übergang bei Neuwied ( 18 . April). — Uebergang bei Diersheim (21. April).
Der Waffenstillstand zu Leoben machte den Operationen in Deutschland einEnde. — Der siegreiche Erzherzog Carl hatte am Ende des Feldzuges Kehl undden Brückenkopf von Hüningen belagert. Beide Plätze ergaben sich nach einemlangen und rühmlichen Widerstände, und man befand sich, was den Rheinüber-gang anbelangte, wieder in derselben Lage, wie zu Ende des Jahres 1795.
Nachdem Hoche den Westen beruhigt und eine Landung in Irland versuchthatte, welche wegen widrigem Winde mißlang, ward er zum Commando derSambre- und Maas-Armee berufen, die damals noch 70,000 Mann zählte.Die Kaiserlichen stellten ihr 40,000 Mann unter Wcrncck entgegen.
Im Besitze von Düsseldorf und Neuwied stand es Hoche frei, auf einem oderdem andern Ufer der Sieg anzugreifen. Er befahl Championnet, eine Demon-stration auf dem rechten Ufer zu machen, um die Kaiserlichen auf sich zu ziehen,die er selbst durch einen Uebergang bei Neuwied in der Flanke anzugreifen be-schloß. Werneck, anfangs getäuscht, wendete sich gegen Championnet. Allein alssein Irrthum verschwand, kehrte er sich noch zeitig genug gegen Hoche, um unterminder ungünstigen Verhältnissen ein Treffen annehmen zu können. Gleichwohlverlor er dasselbe und zog sich, bedeutend geschwächt, an die Lahn zurück.
Hoche manöverirte in der Absicht, ibn abzuhalten, die Besatzung von Mainzan sich zu ziehen; während sein rechter Flügel gegen Frankfurt rückte, drang erselbst über Gießen an die Ufer der Nidda vor. Dieser siegreiche Marsch that demFeinde Einhalt.