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So empfindlich dieser Frieden für Deutschland war, mit so großem Jubel warder von Frankreich aufgenommen und das Direktorium hatte nicht Kraft genug,seine Ratification einem Generale zu versagen, der nicht gezögert hatte, fich überdessen diplomatische Befehle zu stellen, wie er es rückfichtlich des Feldzugspla-nes gethan hatte.
Der Continent war entwaffnet, aber vergeblich blieben alle Versuche, mit dembritischen Kabinete zu unterbandeln. Seit dem unglücklichen Feldzuge des Her-zogs von A°rk waren die englischen Landtruppen nicht mehr in der Reihe derCoalition erschienen.
Aber die stets wachsende Macht der englischen Marine hatte jenem Cabinetegestattet, fich nach allen denjenigen Punkten zu begeben, wo Frankreich irgend«ine Wunde beizubringen war. Die Hauptniederlassungen in Indien und auf denAntillen erlagen ihren Angriffen, und dadurch, daß sich der englische Handel durchdie Verluste der Franzosen bereicherte, sah er fich im Stande, der Regierung un-ermeßliche Kapitalien zur Fortsetzung des Krieges und zur Besoldung neuer Feindeanzubieten.
Frankreichs Revolution war daher nicht gesichert, so lange England die Waf-fen in der Hand hatte, und nicht Mittel ausfindig gemacht wurden, gegen dienordischen Mächte eine permanente Diversion vorzubereiten, welche geeignet war,jeden Versuch derselben zu vereiteln, aufs Neue zu den Waffen zu greifen.
Das Direktorium gieng vollkommen in diese Ansichten ein. Uebrigens gehörtes zu den merkwürdigsten Erscheinungen einer großen Revolution, daß sie Men-schen hervorbringt, die mit besonderer Geschicklichkeit jene Traditionen sich anzu-eignen wissen, welche seit einer Reihe von Jahren zum Ruhme und zur Wohlfahrtder Nationen beigetragen haben. Da die Ereignisse in solchen Zeiten einen riesen-haften Charakter annehmen, so geschieht es, daß sich in einem kurzen ZeitraumeSchicksale anfüllen, welche unter andern Verhältnissen die Anstrengungen mehrererGenerationen erschöpft haben würden.
Frankreich, seit langer Zeit im Kampfe mit dem Hause Oesterreich, hatte seitder Regierung Franz I. durch seine Bündnisse mit dem osmanischen Reiche, mitden protestantischen Fürsten Norddeutschlands und mit dem Könige von Sardinienden Vortheil seines langen Kampfes auf seine Seite zu lenken gewußt.
Richelieu, Ludwig XIV. und selbst Ludwig XV. hatten die unbestimmte Nord-und Ostgrenze zu erweitern gewußt: Spanien und Neapel, durch Bourbonen be-herrscht, waren dem Einflüsse des Wiener Cabinetes entzogen worden. Um dieMitte des achtzehnten Jahrhunderts endlich hatte man auf beiden Seiten die altenGrundsätze aufgegeben und es war eine Annäherung zwischen dem Hofe von Ver-sailles und dem Kaiserhofe bewirkt worden.
Allein diese letztere Combination wendete sich in Folge des Verfalles der eige-nen Regierung gegen Frankreich. Während die alte Monarchie in unwürdigerSchlaffheit erlosch, vergrößerten sich Oesterreich, Preußen und Rußland auf KostenPolens und der Türkei. Ihr Uebergewicht dehnte sich über ganz Europa aus,und als sie sich entschlossen, der politischen Reform die Waffengewalt entgegen
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