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[Band 1.]
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zu setzen, fand sich die Revolution ohne Verbündete auf dem Schlachtfelde ein. DieResultate des hieraus entstandenen Kampfes haben wir kennen gelernt. Deutschlandbis an den Rhein ward erobert. Die Lombardei, die Legationen, auf republikani-schen Fuß eingerichtet, neutralisirten Piemont und den Süden der italienischen Halb-insel. Der Frieden von Piemont sanktionirte diese großen Resultate, aber siewaren nicht hinreichend. Man suchte abermals das Bündniß Englands und be-schloß zugleich festen Fuß auf dem Continent zu fassen. Der Sturz der päbstlichenRegierung, die Invasion der Schweiz, die Expedition nach Irland und Egypten,die Kriege gegen Neapel waren die Folgen dieser Politik, welche die zweite Coa-lition ins Leben rief.

Nach dem Vertrage von Tolentino sendete das Direktorium Bonaparte's älterenBruder Joseph in der Eigenschaft eines Gesandten nach Rom, dessen Ankunftdas Zeichen zu politischen Umtrieben gab, die sich gegenseitig widerstrebten. Dasheilige Collegium, entrüstet über den Anblick der republikanischen Fahnen, forderteden Pabst zum abermaligen Bruche auf, während die Faktion der sogenanntenPatrioten sich erhob und auf die Unterstützung der Franzosen rechnete. Am 27tenDezember brach ein Ausstand aus, welcher der französischen Gesandtschaft nichtfremd war. Die Derschwornen steckten die dreifarbige Cocarde auf; allein manhatte die Bewegung vorausgesehen, und die geeigneten Maßregeln zu ihrer Unter-drückung getroffen. Einige der Verschwornen suchten eine Zuflucht in dem Pallastedes Botschafters; sie wurden verfolgt, es fielen Schüsse in dem Hofe desselben.In dem Auflaufe wurde der französische General Duphot getödtet. Noch an dem-selben Tage verlangte Joseph seine Pässe und zwei Tage darauf verließ er Romund zog sich nach Florenz zurück.

Das Direktorium ließ diese Gelegenheit, den Kirchenstaat zu revolutioniren,nicht vorübergehen. Aus der cisalpinischen Republik wurden 18,000 Mann unterBerthiers Oberbefehl abgesandt, mit dem Auftrag, gegen die Hauptstadt zu mar-schiren. Berthier schlug die Straße nach Ancona ein und gelangte ohne Hinder-niß unter die Mauern von Rom. Er legte Besatzung in die Engelsburg, ohnedaß die pLbstlichen Truppen Anstalten machten, sich zu vertheidigen. Am 15tenFebruar ward die römische Republik proclamirt, die sich ganz nach den demokra-tischen Republiken bildete, welche der Vertrag von Campo-Formio anerkannt hatte.

II.

Angelegenheiten der Schweiz.

Insurrektion des Waadtlandes. — Intervention der Franzosen (März 1788). — Einnahmevon Bern (17. März). — Helvetische Verfassung (Mai 1798).

Auch die Schweiz konnte der habgierigen Aufmerksamkeit des Direktoriumsnicht entgehen. Der revolutionäre Geist hatte Venedig, Genua und den Kirchen-