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[Band 1.]
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V.

Expedition gegen Neapel»

Invasion der römischen Staaten durch die Neapolitaner (24. November). — Besetzung vonRom (29.). — Treffen bei Civita Castellana (4. Dezbr.). — Treffen bei Otricoli (9.). —Wiedereinnähme von Rom (15.). — Einnahme von Civitella delTronto (4.Dezember); —von Pescara (24.); — von Ceprano (27.); — von Gaieka (30.). — Angriff von Capua (Z. Ja-nuar 1799 ). — Waffenstillstand von Capua (11.). — Aufstand der Lazzaroni (14, 16 .) —Treffen vor Neapel ( 20 .). — Eroberung von Neapel (23.).

Den gegen England gerichteten Schlagen antwortete dieses, indem es derRepublik neue Feinde erweckte. Nach dem Siege bei Abukir führte Nelson dieFlotte nach Neapel, wo man ihn trotz der Verträge mit Frankreich im Triumpheempfieng. Seine Gegenwart begeisterte alle Gemüther und Ferdinand, aufge-bracht über die Nachbarschaft eines demokratisch gewordenen Staates, ließ sichzum Marsche nach Rom bewegen. Er hob eine Armee von 60,000 Mann aus.Oesterreich und die Emigranten lieferten ihm Generale. Mack, späterhin durchsein Unglück berühmt, übernahm den Oberbefehl.

Wie immer auch der Erfolg seyn mochte, so erreichte England jedenfalls seineZwecke: Gelang es den Neapolitanern, den Kirchenstaat zu befreien, so fand keinGrund für weitere Zögerungen des Wiener - und Petersburger-Cabinets mehr statt.Unterlagen sie, so mußte Oesterreich interveniren, wollte es nicht für immer Ita-lien entsagen.

Mack war reich an Entwürfen, bei denen er jedoch den Werth seiner Gegnernicht hoch genug anschlug. Ohne sich der Ereignisse bei Turcoing zu erinnern,legte er den Räthen Ferdinands umfassende Combinationen vor, bei welchen essich um die gänzliche Vernichtung der französischen Armee handelte. Piemontsollte in Aufstand versetzt werden, um die cisalpinische Republik zu paralysiren.7 — 8000 Neapolitaner sollten nach Toscana geworfen werden, um die De-bouchöen des Kirchenstaates zu besetzen; mit dem Reste der Armee wollte manauf allen Straßen gleichzeitig vorrücken und die in der neuen Republik ankom-menden Truppen überwältigen. Mit Berthier's Abreise hatte Championnet denOberbefehl übernommen. Dadurch, daß dieser genöthigt worden war, die Be-satzungen der jonischen Inseln zu verstärken, blieben ihm nur noch 13 — 14,000Mann übrig.

Die Reserve und die Parks unter Rcy standen bei Ancona. Vorwärts vondiesem Platze bis zum Tronto war der linke Flügel (2 —3000 Mann) unterDuhesme in Fermo, Ascoli und andern Städten des Littorales stationirt. Lemoinedeckte mit der Mitte (2 — 3000 Mann) Terni und Rketi. Macdonald endlichmit der Mitte (6000 Mann), bestehend aus den Brigaden Moriz Mathieu, Kel-lerman (Sohn) und Kuiaszcwitz, hatten Rom und die neapolitanischen Grenzen