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besetzt. Auf solche Weise war Championnets kleine Armee in schwachen Detache-ments von Terracina bis Ancona echellonirt; es war daher nicht unwahr-scheinlich, daß es durch gleichzeitige Bedrohung, seiner Mitte und der Flügel ge-lingen werde, sich zu conzentriren, sie in partiellen Angriffen zu schlagen, unddie Trümmer auf den verschiedenen Straßen zurückzuwerfen.
Mack's Plan ward angenommen. Nelson bot seine Schiffe zum Transportder nach Livorno bestimmten Truppenabtheilung an. Alle Springsedern der Diplo-matie wurden in Bewegung gesetzt, um den König von Sardinien zur Erklärungzu veranlassen. Ferdinand selbst wollte der Erpedition anwohnen. Die allge-meine Idee schien so gut entworfen, man zweifelte so wenig an dem Gelingenderselben, daß man an die Details der Ausführung gar nicht dachte und deneigentlichen Angriffspunkt nicht bestimmte.
Mehrere Straßen führen von Neapel nach dem Kirchenstaate; sie gehen sämmt-lich von Capua aus, und zwar führt diejenige nördlich vom Appenin nach Ascoli;eine andere auf dem südlichen Abhänge nach Rom, und eine dritte über denKamm des Gebirges nach Rieti und Terni. Diese letztere zieht am nördlichenAbhänge nach Aquila; aber einige Stunden von dieser Stadt überschreitet siezwischen der Pescara und dem Delino den höchsten Punkt des Gebirges und senktsich sofort in das Gebiet der Tiber. An dieser Stelle bildet das neapolitanischeGebirg einen ausspringenden Winkel gegen den Kirchenstaat, und die Grenze trittnahe an die Straße von Ancona heran, mittelst welcher die Franzosen miteinanderin Verbindung standen.
Es ist klar, daß die Hauptcolonne sich bei Aquila formircn mußte, wo sieihre Stärke maskiren und sofort rasch auf Terni, dem Vereinigungspunkte mitder Straße von Ancona, debouchircn konnte. Aber Mack wollte dem KönigFerdinand den Triumph eines Einzuges in Rom verschaffen. In dieser klein-lichen Absicht dirigirte er in Person 30 — 40,000 Mann stark gegen Rieti undAscoli. Diese einfache Bewegung hätte Championnet getrennt und den Erfolgdes Feldzuges gesichert.
Mack überschritt die Grenze bei Jsola, Ceprano und Terracina; von dort rückteer auf allen Straßen vor, mit steter Anlehnung an seine Mitte, wobei 2 Detasche-ments den Auftrag erhielten, auf beiden Seiten des Sce's von Celano vorzugehen,um Rivoli zu erreichen und bei Monte -Rotondo Stellung zu nehmen. Alleiner marschirte so langsam, daß es Championnet möglich ward, ohne einen Mannzu verlieren, aus seinen Cantonirnngen zurückzuweichen und Rom zu räumen;nur in der Engelsburg blieben 7—800 Mann Basatzung zurück. Der Rückzugward nach Civita- Castellana bewerkstelligt, wo der rechte Flügel Stellung nahm,und gegen Terni, wohin sich das Hauptquartier begab.
Inzwischen stießen die Neapolitaner auf der Nordseite und auf dem Kammedes Appem'ns auf die Franzosen. Der rechte Flügel besetzte Ascoli; allein nach-dem die republikanischen Generale ihre zerstreuten Abtheilungen bei Fcrnio con-zentrirt hatten, giengen sie siegreich zum Angriffe über und säuberten das ganzelinke Ufer des Tronto. Die feindliche Mitte, welche gegen Rieti debouchirte.