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[Band 1.]
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Oudinot, die Verschanzungen bei Feldkirch lebhaft an und der rechte besetzte dieHohen diesseits Chur. Jetzt stand Auffenberg kein Rückzug mehr offen. Gedecktgegen Hotze durch den Besitz des Luziensteigs und durch die Diversion, welcheihn an den Jll festhielt, drängte Massen« die Kaiserlichen nach Chur, wo sienach einem hartnäckigen Widerstände zur Capitulation und Niederlegung der Waf-fen genöthigt wurden. Ohne Zeitverlust wendete sich Massena sofort gegen Feld-kirch und drang stürmend auf mehreren Punkten vor; er scheiterte jedoch an derfurchtbaren Linie, welche die Oesterreicher besetzt hatten.

Gleichwohl hatten sich die Franzosen des Rheins und Graubündtens bemäch-tigt und konnten sich gegen den Jnn ausdehnen. Lecourbe begab sich mit derrechten Flügel - Division durch das Albulathal dahin. Man setzte voraus, Desolleswerde um dieselbe Zeit an der obern Etsch eintreffen; in diesem Falle hoffte man,die beiden vereinten Divisionen würden in der Richtung nach den Quellen der JllHotze im Rücken bedrohen und zum Rückzüge veranlassen. Allein Desolles hatteeinen fo weiten Umweg zu hinterlegen, daß sein rechtzeitiges Eintreffen kaum zuerwarten war. Auch war er noch nicht auf dem festgesetzten Punkte angelangt,als Lecourbe mittelst Ueberschreitung der rhätischen Alpen in das Engadin debou-chirte. Jetzt konnte sich Bellegarde ihm in der Front gegenüber stellen und da-durch, daß er die Brigade Loudun nach den Höhen von Täufers und Zernetzsendete, seine Flanke bedrohen.

Lecourbe, der Loudun festhalten mußte, während er die Hauptposten bei Nau-ders und Finstermünz angriff, ward zurückgeschlagen und Massena mußte nachdreitägigen vergeblichen Angriffen auf die Linie von Feldkirch zurückweichen.

Unterdessen wartete die Donau-Armee, ehe sie ihre Operationen begann, denZeitpunkt ab, in welchem Massen« über die nordöstliche Spitze des Bodenseeshinausgerückt seyn würde, als der Erzherzog, gesichert auf dieser Seite durchHotze's rühmlichen Widerstand, sich zum Angriffe entschloß.

Jourdan, gedeckt durch die Aach und die Osterach, von der die erstere sich inden Bodensee, die andere in die Donau ergießt, hatte sich dergestalt aufgestellt,daß er mit dem rechten Flügel Bregen; bedrohte und bereit war, der helvetischenArmee die Hand zu bieten. Der Erzherzog berief, um ihn auf dieser Seite imSchach zu halten, den General Hotze mit 10,000 Mann nach Lindau. Sofortbewegte er seine sämmtlichen Streitkräfte vorwärts, um in den Raum zwischenden beiden obengenannten Flüssen einzudringen, welcher beide Heere trennte.

Ein hügeliges, waldbewachsenes Terrain maskirte sein Manöver. Unerwar-tet schob er eine Colonne von 20 — 25,000 Mann gegen die feindliche Mitte vor,und begann das Gefecht von Osterach in der Hoffnung, die feindliche Canto-nirungslinie in zwei Theile zu trennen. Lefevre stand dort mit 10,000 Mannder Vorhut. Trotz der Ucberzaht der Feinde behauptete er sich standhaft; nach-dem er schwer verwundet worden war, übernahm Soult hier den Oberbefehl; dieAngriffsmittel standen jedoch außer Verhältniß mit denen der Vertheidigung, undder rechte Flügel des Erzherzogs drohte, ihn über Mengen zu überragen. DieEhre der Waffen ward behauptet, die Truppen hatten sich tapfer erwiesen. Jourdan

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