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allein die Oesterreichs, nun auch durch das von Albaredo kommende Detasche-ment verstärkt, griffen aufs Neue an, nöthigten die Franzosen zum Rückzüge nachJsola della Scala und lagerten beim Einbrüche der Nacht hinter dem Menago.
Kaim fand bei Magnano keinen Widerstand, indem Moreau aufgebrochen war,ohne das Eintreffen der Division Delmas abzuwarten. Diese war nach einemermüdenden Nachtmarsche erst gegen Mittag bei Butta pietra eingetroffen, undkam hier sogleich in das heftigste Gewchrfeuer. Hier schwankte der Kampf denganzen Tag hin und her, ohne daß ein wesentlicher Vortheil errungen ward.
Ehe noch die dritte österreichische Colonne den ihr bezeichneten Punkt erreichenkonnte, sah sie sich in der Gegend von Scudo Orlando den Truppen Moreau'sgegenüber, deren linker Flügel sich an das Dorf Alpo lehnte; nach lebhaftemKampfe eroberten die Republikaner Scudo Orlando, so daß hier gegen 4 UhrNachmittags ein bedenklicher Moment eintrat; allein auch hier beseitigte ihn dieEntschlossenheit des Obergenerals, der bei der glücklichen Wendung des Kampfes aufdem linken Flügel zu der Mitte zurückgekehrt war und setzt 2 Bataillone und 2 Schwad-ronen desselben in die rechte Flanke des Feindes führte. Dadurch kam das Gefechthier zum Stehen, und beschränkte sich bald auf ein gegenseitiges Geschützfeuer.
Von Hohenzollerns Abtheilung hatte eine Brigade bei Alpo Theil am Gefechtegenommen, die andere besetzte Villa-Franca und 3 Bataillone mit einiger Reitereigiengen nach Jsola-alto vor, welchem Punkte sich die Division Serrurier auf demWege von Jsola della Scala näherte. Zwei österreichische Bataillone wurdenneben die Brücke über den Tartaro an einem Damme des rechten Fluß-Ufers auf-gestellt; das dritte marschirte hinter demselben nach Vigasio, um die französischeColonne überraschend im Rücken anzufallen. Die Republikaner, während desDefilee's durch Jsola-alto plötzlich mit großer Wirkung beschossen, geriethen inUnordnung; eine Schwadron, welche rasch über die Brücke gieng, vermehrte die-selbe und eroberte 6 Geschütze. Aber die Entschlossenheit, mit welcher Serrurierseine gleich wieder gesammelten Truppen zum Angriffe heranführte, machte solchenEindruck auf die beiden Bataillone, daß sie nach einer Salve die Flucht ergriffen;das nach Vigasio entsendete Bataillon ward abgeschnitten und gefangen. Hieraufsetzte die feindliche Division ohne Widerstand ihren Marsch über Povegliano nachVilla-Franca fort und Hohenzollern wich mit seinen sämmtlichen DetaschementsNachmittags 5 Uhr nach Dosso-bono zurück.
Sonach hatte der französische linke Flügel zwar Terrain gewonnen; den rech-ten dagegen ließ Scheerer noch in der Nacht bis Vigasio zurückgehen; der langeKampf, welchen man gewöhnlich die Schlacht bei Magnano nennt, endigte sichunentschieden. Die Franzosen hatten 18 Geschütze, gegen 4000 Todte und Ver-wundete und 4000 Gefangene eingebüßt. Der österreichische Verlust betrug 4820Todte und Verwundete und 1900 Mann Gefangene. Von beiden Seiten hatteman seinen Zweck verfehlt; aber die Lage der französischen Armee war ungleichunvorthcilhafter, weil sie auf der rechten Seite keinen Stützpunkt mehr hatte;am nächsten Tage wich sie hinter die Molinella und Tags darauf hinter denMincio zurück.