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Grenier. Schon neigte sich hier der Vortheil auf Seiten der Franzosen, als.Chapeller mit der ersten Brigade der Division Zoph ankam und das Gefecht herstellte.
Als Moreau den Uebergang der Oesterreicher bei Trezzo erfuhr, erkannte ersogleich, daß dieß der Hauptangriff, der bei Brivio ein untergeordneter sey. Ersendete an Serrurier den Befehl, bei Verderio, Halbwegs zwischen Brivio undTrezzo Halt zu machen; Victor ward aufgefordert, seinen Marsch zu beschleuni-gen und er selbst begab sich eiligst zu Grenier. Hier bewirkte seine Ankunft großeBegeisterung unter den Truppen; allein bald sah Moreau ein, daß Victor zuspät anlangen würde. Er entschloß sich daher zum Rückzug, als Zophs letzteBrigade anlangte. Nicht ohne Verwirrung wich er mit einem Verluste von 13 Ge-schützen und 2800 Gefangenen nach Jnzago und Gropella, unweit Cassano, zurück.
Unterdessen war Melas bei Cassano gleichfalls zum Angriffe geschritten. Einefranzösische Halbbrigade stand noch vor dem eigentlichen Brückenköpfe hinter demRitorto-Kanal; sie leistete hartnäckigen Widerstand, ward endlich aber durch dasFeuer von 30 Geschützen zum Rückzug in den Brückenkopf genöthigt. Auch hiervertheidigte sie sich muthig, und ward Nachmittags um 4 Uhr durch eine Brigadeder Division Victor verstärkt. Gleichwohl setzten die Oesterreicher mit immer stärkernMassen über den Ritorto-Kanal und erstürmten endlich nach einem blutigenKampfe den Brückenkopf. Die Franzosen fanden auf dem eiligen Rückzüge nichtmehr Zeit, die mit Brennmaterialien versehene Brücke anzuzünden.
Unter solchen Verhältnissen blieb Moreau nichts mehr übrig, als den Rückzugnach Mailand anzutreten, der jedoch auf der direkten Straße von Bergamo schonnicht mehr möglich war und daher über Melzo angeordnet werden mußte. Victorerreichte mit seiner 2ten Brigade das Schlachtfeld nicht mehr und schlug daherdie Richtung über Melegnano und entlang dem Lambro nach Mailand ein.
Am Schlimmsten gieng es dem linken Flügel der Franzosen. Serrurier, dervon Moreau Befehl erhalten hatte, bei Verderio mit 4000 Mann Halt zu machen,hatte den Rest seiner Division bei Lecco, Brivio und Trezzo vertheilt. Der Bri-gadechef Soyez, welcher bei Lecco eine Halbbrigade befehligte, verließ nach demUebergang der Feinde bei Brivio, bedroht durch Rosenbergs sechsfach überlegeneZahl, den Brückenkopf bei Lecco, schiffte sich auf dem Lecco-See ein, zog zuLand über Laveno an den Lago Maggiore, schiffte sich dort abermals ein undentkam über Arona zu dem französischen Heer. Dadurch kamen die Russen imLaufe des 27ten April in den Besitz der Brücke von Lecco.
Serrurier blieb mit seinen 4000 Mann den ganzen Tag über ruhig bei Ver-derio in einer starken Stellung, die er durch Schanzen und durch das Aufzieheneiner Mühlschleuße von drei Seiten unzugänglich machte. So geschah es, daßSerrurier den ganzen 27ten nicht nur unangefochten, sondern auch unentdeckt blieb.
Souwarow hatte am 28ten April alle seine Streitkräfte auf Mailand dirigirt.Als Vukassowich seinen Marsch über Verderio dahin nahm, entdeckte seine Vor-hut zuerst Serruriers Stellung. Obwohl Vukassowich nicht mehr als 3500 Mannunter seinem Befehle hatte, umstellte er die Franzosen dennoch von allen Seiten,und beide Gegner kanonirten sich den ganzen Tag. Serrurier, der noch immer