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[Band 1.]
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Werke des Luziensteigs lehnte, verwehrte dem General Hotze den Uebergang überden Landquart.

Das Hauptstreben der feindlichen Generale mußte daher dahin gerichtet seyn,Lecourbe zurückzudrängen und Bellegarde eröffnete den Angriff. Der Kampfzwischen diesen beiden würdigen Gegnern, der in furchtbaren Schluchten, auf bis-her für unzugänglich gehaltenen Felsen, auf eisbedcckten Fußpfaden geführt wurde,that den Operationen zweier großen Armeen einen vollen Monat lang Einhalt.Lecourbe war vorzugsweise mit jenem Talente begabt, das sich ganz besonders zumGebirgskriege eignet und er entwickelte dasselbe mit einer bewundernswerthenAusdauer. In seiner rechten Flanke durch Souwarows Detaschements bedroht,sah er sich genöthigt, die Brigade Loison in das Thal der Adda zu entsenden.Der Feind behielt die Oberhand und nach langen und blutigen Kämpfen gelanges Bellegarde, sich des Postens Nauders zu bemächtigen, worauf er nach täglichenGefechten mit wechselndem Erfolge bis Zernetz vordrang.

Man gelangte dadurch auf einen gefährlichen Boden; Graubündten und diekleinen Schweizer-Cantone nährten einen tiefen Haß gegen die französische Armee.Bei der Annäherung der Kaiserlichen griffen sie zu den Waffen; während Belle--garde vergeblich Zernetz zu nehmen suchte, stützte sich Hoche auf die Insurrektion,welche in Menards Rücken ausbrach und setzte sich gegen den Luziensteig in Be-wegung. Inzwischen brachen Tausende bewaffneter Landleute aus den Thälerndes Oberlands hervor, dehnten sich vom St. Gotthardt bis zum Albula und an denSeen von Schwitz und Luzern aus und bemächtigten sich Reichenau's.

Diese Bewegungen deuteten auf Bedrohung des ganzen Flügels von Massen«;allein die französischen Generale maßen die Kraft des Widerstandes an der Größeder Gefahr. Menard eilte nach Reichenau und brachte einer dort aufgestelltenMasse von 6000 Insurgenten eine vollständige Niederlage bei. Soult reinigte dieUfer der Seen und das Urserenthal. Die Besatzung des Luziensteigs endlich empfiengHotze's Colonnen mit einem furchtbaren Feuer, warf sie zurück und verfolgte siein die Engpässe, welche sie mit großer Kühnheit durchzogen hatten und nahmihnen viele Gefangene ab.

Inzwischen drangen die Detaschements, welche Souwarow nach den italieni-schen Cantonen gesendet hatte, aus dem Thale des Oglio in dasjenige der Adda,drängten Loison und nöthigten ihn, bis auf den Splügen zurückzuweichen; andereAbtheilungen trafen zu Bellinzona ein und trafen Anstalten, den erstem die Handzu bieten, über die Albula zu marschiren und dem General Lecourbe die Aus-gänge des Engadins zu verschließen. Letzterer sah sich genöthigt, die Stellung vonZernetz, welche er unbezwinglich gemacht hatte, zu räumen; er gewann Tusis,zog Loison an sich und nahm Bellinzona; aber die Feinde, aufs Neue verstärkt,drückten ihn bis auf den St. Gotthardt zurück.

Menards rechter Flügel war blosgestellt und Bellegarde konnte von jetzt an inUebereinstimmung mit Hotze operiren. Diese beiden Generale vereinigten sich, umsich des Rheinlaufes zu bemächtigen; der erstere zog durch das Albulathal in das

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