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[Band 1.]
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IV

Fortsetzung der Operationen in Italien.

Schlacht an der Trebbia (17., 18., 19. Juni). — Einnahme von Neapel (19.). — Schlachtbei Nvvi (15. August). — Championnets Bewegung (10. August). — Treffen vor Rom(21., 22 - September). — Capitulation (29.). — Schlacht bei Caffanv (4. November).—Einnahme von Cvni durch die Oesterreicher (4. Dezember).

Souwarow war der Verstärkung bedürftig, welche Bellegarde ihm zuführte;er hatte sich dadurch zersplittert, daß er die festen Platze in Piemont belagerte;Detaschements über den Col von Fenestrelles, den Mont Cönks, den kleinenSt. Bernhard sendete und selbst Kosakentrupps bis an die französische Grenze vor-schob, um die zur Verstärkung Moreau's in der Dauphin« sich sammelnden Trup-pen aufzuhalten. Mit dem Reste seiner Armee blockirte er die Citadelle von Turinund schob Abtheilungen gegen Ceva und Mondovi vor, als beabsichtige er, dieStellung bei Coni in der rechten Flanke zu umgehen.

Durch diese Anordnungen hoffte er, Moreau am Col von Tenda festzuhalten;und er erwartete nur Bellegarde's Ankunft ab, um Macdonald den Rückzug abzu-schneiden, als Meldungen, welche von dieser Seite eingingen, alle seine Planeänderten.

Nach den Unfällen an der Etsch hatte die französische Armee Neapel verlassen,und Italien seiner ganzen Länge nach rasch durchzogen. Der Feind, in der Ab-sicht, dieselbe auf den Südabhang der Apenninen zurückzuwerfen, stand folgender-gestalt auf der Hauptstraße echellonirt: Klenau bei Fcrrara und Moden«; Ottbei Parma, Piacenza und Pontremvli; Melas und später Bellegarde in der Ebenevon Marengo. Man war der Ansicht, Macdonald werde der Straße nach Spezziafolgen, um sich in kürzester Linie nach Genua zu begeben, als Souwarow erfuhr,daß er, weit entfernt, ein Gefecht zu vermeiden, in zwei Cotonnen über Modenaund Pontremoli heranrücke und Klenau bereits gegen Ferrara zurückgedrängt;daß diese Bewegung Schrecken im mantuanischcn Gebiete verbreitet, Kray die Be-lagerungsarbeiten eingestellt habe, um sich dem Po zu nähern und Ott untersteten Gefechten nach Piacenza zurückgeworfen sey; daß endlich Moreau seinenlinken Flügel der Mitte genähert habe und im Begriffe sey, über Bobbio unddie Bvcchetta vom Apennin herabzusteigen.

Diese überraschenden Nachrichten schreckten Souwarow auf; er faßte jedochseinen Entschluß mit einer Schnelligkeit, die des größten Lobes würdig ist. Nach-dem er die Citadelle von Turin maskirt und Detaschements bis Oremea vorge-sendet hatte, um Moreau (15. Juni) für seine Rückzugslinie besorgt zu machen,sammelte er die Hauptmasse seiner Streitkräfte und eilte nach Alessandria. Hiertraf er Bellegarde, dem er die Bewachung des Defilee's von Novi übertrug ; hier-auf setzte er seinen Eilmarsch fort, zog Melas an sich und näherte sich mit etwa