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[Band 1.]
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30,000 Mann der Trebbia, fest entschlossen, die Straße von Piacenza nach Genuazu durchschneiden und den Raum zwischen Macdonald und Moreau auszufüllen.

Es war die höchste Zeit. Macdonald hatte aus dem Innern Italiens dieDivisionen Rusca, Watrin, Olivier und Dombrowski's polnische Legion heran-geführt; in Toskana hatte er sich durch Montrichard und Victor verstärkt. DieseMasse von mehr als 30,000 Mann hatte beim Ausgange aus den Apenninenalles vor sich her geworfen und es brauchte zur Herstellung der Verbindung mitMoreau nichts weiter, als sich an den Torrenten Trebbia und Tidona festzusetzen,welche den Weg von Piacenza nach Genua decken.

Von Castcggio aus entsendete Souwarow eine Truppenabthcilung gegen Bob-bio, um den französischen General Lapoype zu beobachten; eine andere rückte zurAufnahme Otts nach Stradella. Ott war nämlich am 17ten früh eben im Be-griffe, dahin zurückzuweichen, weil seine Nachhut vom Tidone verdrängt war,als Melas anlangte; bald sammelten sich hier 10 Bataillone, 18 Schwadronenund 4 Kosacken-Regimenter. Man beschloß, das Gefecht anzunehmen, um derim Anmärsche befindlichen verbündeten Armee die kleine Ebene bei Castello SänGiovanni zur Entwicklung frei zu erhalten.

Nachdem französischer Seits Victor den Tidone überschritten hatte, rückte diefranzösische Vorhut rechts, die Divisionen Ruska und Dombrowski links in dieLinie und beide drangen lebhaft gegen Castello S. Giovanni vor. Ein heftigesGefecht entbrannte um den Besitz des Dorfes Sermet, hinter welchem die Ver-bündeten zu beiden Seiten der Straße aufgestellt waren; in dem Augenblick, inwelchem es nach rühmlicher Vertheidigung von dem Rcgimente Nadasdy endlichverlassen wurde, brach die französische Reiterei in geschlossenen Colonnen auf derChaussee vor und eroberte die zum Bestreichen derselben aufgestellten acht Ge-schütze; gleichzeitig war der rechte Flügel (Victor nebst der Avantgarde) überMozina hinaus, der linke (Dombrowski) bis in die Nähe von Caramel gekommen.Schiachtfel- Souwarow, der kurz vorher auf dem Schlachtfcldc angelangt war, ließ so-des an der gleich die ganze Linie zum Angriffe antreten und sendete zwei Kosacken-Regimen-Trebbia. gegen die linke Seite des Feindes; diese brachen mit ungewöhnlicher Entschlos-senheit in das polnische Fußvolk ein und nöthigten die ganze Division Dom-browsky zur Flucht. In der Mitte eroberte Ott die Verlornen Geschütze und dasDorf Sermet zurück und auch der linke Flügel, anfangs zurückgedrängt, warfdie Truppen Victors über den Haufen. Die Franzosen zogen sich in Unordnungüber den Tidone zurück und eilten der Trebbia zu.

Macdonald wollte am 18ten Juni an der letztem rasten, um die noch auf demMarsche befindlichen Divisionen zu erwarten und der Division Lapoype Zeit zumHerankommen zu verschaffen. Erstere trafen auch im Laufe des Tages ein undbrachten das 19,000 Mann starke Corps auf 33,000 Mann, die er am nächstenMorgen zum Angriffe zu führen gedachte. Souwarow mußte aus denselben Grün-den daran liegen, die entscheidende Schlacht schleunigst zu liefern; er ließ daherdie so ziemlich gleich starken verbündeten Truppen am 18ten gegen 10 Uhr Mor-gens von ihren in der Nacht bezogenen Lagerplätzen zwischen Pontc Tidone und