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[Band 1.]
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Die Stellung, in welcher Joubert den Kampf zu bestehen beschlossen hatte,liegt auf den gegen Pozzolo-Formigaro hinziehenden letzten Ausläufern des hohenRückens, der von Serravalle nach Christofaro von Osten nach Westen streichtund gegen das rechte Ufer des Lemmo abfällt. Der nördliche Abfall diesesRückens reicht bis Novi und bildet bis Formigaro ein ebenes Plateau. DerHauptarm des Abfalls zieht als ein schmaler Rücken von seinem östlichen Endeaus und bildet dort den Monte -Rotondo, der sich bis in die Gegend von Novi

erstreckt. Von diesem Rücken aus senkt sich der ganze Abhang nach dem Lemmo

hin, so daß sich in dem eingehenden Winkel zwischen dem Hauptrücken und dem desMonte -Rotondo mehrere Transversaltheile befinden, welche den Riascobach bilden,der unterhalb Pasturana in den Lemmo fällt. Diese Thäler liegen im Rücken dereigentlichen Stellung. Da der Rücken des Monte-Rotondo bis Novi unter einemsehr spitzen Winkel mit der Serivia läuft, so konnte er bis dorthin nicht gut

die Front einer Stellung gegen die Russen abgeben. Bei Novi aber macht er

einen sanften Bogen, wendet sich dicht hinter der Stadt weg nach Westen undbildet dadurch eine gegen Pozzolo-Formigaro gerichtete Front von etwa einerStunde Länge; hier ist er aber kaum noch einige hundert Fuß hoch und vonsanftem Abfalle. Die Gegend von Novi ist größtcntheils mit Weingärten bedeckt,die terrassenförmig und mit steinernen Mauern umgeben sind. Für die linkeFlanke bot der Riasco eine gute Anlehnung. Die rechte Flanke hatte eigentlichkeine, da man die Stellung selbst nicht bis zu dem hohen Rücken ausdehnen konnte.Der Hauptfehler der Stellung bestand darin, daß die drei fahrbaren Straßen,welche aus ihr zurück nach Gavi führen, nämlich die Hauptstraße nach der Boc-chetta, ein östlich von ihr auf den Monte-Rotondo ziehender Nebenweg und einWeg von Pasturana nach Gavi einen so schiefen Winkel mit der Front machen,daß durch eine Ueberflügelung rechts der zweite von diesen Wegen verloren geht,und der erste durch die kleinste Umgehung sehr stark bedroht wird. Da nun dergesicherte Rückzug nach der Bocchetta immer die Hauptbedingung jeder Ausstellungbei Novi seyn muß, so kann diese Stellung nur dann behauptet werden, wennsie rechts durch ein beträchtliches Corps auf dem Monte-Rotondo gedeckt ist.Unter dieser Bedingung erscheint die Stellung von Novi als eine sehr Vortheilhafte.

Am Abende des 14ten war die französische Armee folgendermaßen aufgestellt:Die Division Dombrowski schloß Serravalle ein, wo ein Bataillon der Verbün-deten in Besatzung lag. Watrin mit seiner Division stand bei S. Bartolomeo ander Serivia. Diese zwei Divisionen bildeten den rechten Flügel unter St. Cyr.Die Mitte, bestehend aus der Division Laboissiöre und der Brigade Colli, hatteNovi und den westlichen Höhenzug besetzt. Der linke Flügel stand bei Pasturanaauf dem linken Ufer des Riasco.

Ueber Souwarows Angriffsplan ist nur so viel bekannt, daß Kray befehligtward, den linken Flügel der Franzosen bei Pasturana anzugreifen und daß erdiesen Angriff mit dem Reste der Armee zu unterstützen beschloß.

Am löten mit Tagesanbruch setzte sich Kray von Fresonara in Marsch. DieDivision Ott stieß bei dem Vorrücken gegen Pasturana auf die gleichfalls in Be-