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[Band 1.]
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wegung befindliche Division Lemoine, brachte diese in Unordnung, so daß es denOesterreichern beinahe gelang, festen Fuß auf den Höhen zu fassen, wenn nichtJoubcrt in Person seine Truppen ermuntert und der Unordnung gesteuert hätte.Die Division Bellegarde war rechts neben Ott gezogen; sie stieß auf die DivisionGrouchy, die sich in zurückgebogener Form neben der von Lemoine aufgestellt hatte;hier begann alsbald ein sehr lebhaftes Gefecht.

General Seckendorf, mit 3 Bataillonen und 3 Schwadronen von Kray zurDeckung seiner rechten Flanke nach Bassaluzzo geschickt, traf anfangs keinen Feind.Auf solche Weise war der westliche Flügel beider Armeen seit Morgens 5 Uhr inlebhaftem Kampfe. Jeder derselben zählte etwa 18,000 Mann. Hinter den bei-den französischen Divisionen war im Laufe des Gefechtes die Infanterie-Reservedes linken Flügels unter Clausel und die Cavalerie-Reserve unter Richepanse beiPasturana angekommen.

Bei der Division Lemoine trat bald eine neue Krisis ein, da Joubert, wäh-rend er die Linie seiner Tirailleure zum Vorrücken anfeuerte, durch eine Kugeltödtlich verwundet wurde. Dadurch entstand neue Verwirrung, indem die Truppenabermals zu weichen begannen, als Moreau zu rechter Zeit herbeieilte und durchseinen persönlichen Einfluß die Ordnung und das Vertrauen wieder herstellte, sodaß sich die Franzosen auf den Höhen behaupteten.

Als Bellegarde erkannte, daß er gegen Grouchy in der Front nichts auszu-richten vermochte, suchte er dessen linken Flügel zu bedrohen; er sendete daherseine Reiterei das Thal des Lemmo und des Riasco hinauf, und befahl Secken-dorf, sie zu unterstützen; allein dieser hatte bereits den Weg nach Ovada einge-schlagen und konnte daher diesem Befehle nicht entsprechen. Das Erscheinen derösterreichischen Cavalerie veranlaßte General Richepanse, welcher Grouchys linkeFlanke deckte, sich gegen Pasturana zurückzuziehen, allein setzt trat Clausels Re-serve-Infanterie in Linie und nöthigte nicht nur die Oesterreicher, wieder zurück-zukehren, sondern drang selbst in Bellegarde's rechte Flanke vor und zwang ihnnach dieser Seite Front zu machen.

So blieb die Schlacht im Gleichgewichte bis gegen 8 Uhr. In der Mitteund auf dem entgegengesetzten Flügel herrschte noch tiefe Stille. Kray sah ein,daß er allein nicht durchzudringen vermöge. Voll Besorgniß sendete er einenAdjutanten an Bagration ab, um ihn aufzufordern, endlich am Gefechte Theilzu nehmen. Bagration zögerte, da er von Souwarow noch keinen Befehl zumVorrücken erhalten hatte, und erst, als er bemerkte, daß die Franzosen sich an-schickten, gegen Kray vorzugehen und dieser ihm sagen ließ, er werde sich zu-rückziehen, wenn er nicht rasch einschritte, entschloß er sich, vorzurücken.

Die französischen Generale hatten, während die eine Hälfte ihrer Armee aufdem linken Flügel sich vier Stunden hindurch nur mit größter Anstrengung be-hauptete, eingesehen, daß die Stellung der Division Watrin eine Stunde vomSchlachtselde an der Serivia zu gefährlich sey. St. Cyr hatte ihr daher Befehlgesendet, sich Novi zu nähern, in der Absicht, sie auf dem Rücken des Monte-Rotondo rechts von der Stadt aufzustellen und dadurch eine rückwärts gebogene