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anzugreifen, während die Russen und Kray ihren Anfall auf der Westseite er-neuern sollten. Melas konnte jedoch seine Anordnung nicht mehr ändern; erunterstützte deher Mitrowski nur durch die Brigade London und wandte sich mitder von Lusignan rechts gegen den zwischen Novi und Formigaro streichenden Randdes Plateaus. Als die Franzosen die Coloune des Generals Melas ansichtigwurden, hatten sie kaum noch Zeit, ihre fehlerhafte Stellung zu verbessern. EinigeBataillone der Division Watrin rückten an den Rand des Plateaus, um der Bri-gade Lusignan das Ersteigen zu verwehren, während die andern nach dem Rückendes Monte- Rotondo zurückeilten. Der Widerstand am Rande des Plateaus warvon keiner langen Dauer und der eilige Rückzug nach den Höhen machte bereitseinen schlimmen Eindruck auf die Truppen. Als die Division Watrin jedoch dieseerstiegen hatte und sie von hier aus die von mehreren Seiten gegen sie anrücken-den feindlichen Massen entdeckte, eilte sie, statt Front gegen Lusignan zu machen,weiter zurück gegen das Centrum der Stellung. Dadurch wurde der Brigade Lu-signan durch das Erscheinen Mitrowskis und Londons in der Flanke Watrins dasErsteigen des Monte -Rotondo erleichtert. Nur einige in dünnen Tirailleur-Linienaufgelöste Bataillone hielten noch Stand und leisteten nebst der Artillerie deneinzigen Widerstand, auf den die Oesterreicher stießen. London und Mitrowskirichteten ihren Marsch auf die hinter Novi liegenden Höhen, während Lusignanauf dem Rücken nach diesem Orte selbst zog.
Die Division Watrin hatte in ihrer halben Flucht die Straße nach Gavi be-reits preisgegeben; sie ward jedoch durch St. Cyr wieder gesammelt und durcheine Halbbrigade der Division Laboissiere unterstützt, wieder gegen die Oesterreichervorgeführt und dadurch der Besitz der Straße noch einmal errungen, auf der sichsofort diese Truppen bis hinter das Thal der Fornova zurückzogen und dortStellung nahmen.
Während dieser Ereignisse auf dem linken Flügel der Verbündeten hatten dieRussen in der Mitte und Kray aus dem rechten Flügel ihre Anstrengungen er-neuert. Die des letztem scheinen den geringsten Erfolg gehabt zu haben. Sou-warow mit den Russen aber war es gelungen, die Franzosen aus der Vorstadtvon Novi in die Stadt hineinzutreiben. Nachmittags um 4 Uhr beschloß Moreauden Rückzug.
Die bereits vom Schlachtfelde vertriebene Division Watrin erhielt Befehl, diehöhern Terrassen des Gebirges und die Dörfer Tassarolo und S. Christofaro zubesetzen und dadurch den Rückzug der übrigen Truppen vorzubereiten. Die DivisionLaboissiere zog sich auf Tassarolo und von da unter Watrins Schutz gegen Gavizurück. Die Brigade Coüi und 600 Reiter sollten den Rückzug des rechten Flü-gels decken; die Divisionen des linken Flügels über Pasturana zurückgehen.
Nach Moreau's Absicht sollte Grouchy zuerst Pasturana durchziehen und Le-moine ihm folgen. Diese Anordnung konnte jedoch nicht mehr ausgeführt wer-den; denn auf der einen Seite war es Bellegarde gelungen, ehe die Franzosenihren Rückzug angetreten hatten, 1 Bataillon von der Rückseite nach Pasturanazu senden, wodurch Schrecken und Verwirrung entstand; auf der andern Seite