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[Band 1.]
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wurde die Division Lemoine durch einen vereinten Angriff der Oesterreicher undRussen völlig geworfen; in wilder Unordnung suchte sich Jeder auf Fußsteigen zuretten, so gut er konnte. Nur die Brigade Grandjean, welche Pasturana um-gangen hatte, war in Ordnung geblieben. Die Generale Perignon und Grouchysuchten in Pasturana die Fliehenden zu sammeln; von allen Seiten angefallen,fielen Beide, mit Wunden bedeckt, in die Hände der Verbündeten. Eben diesesSchicksal hatte Colli mit seiner Brigade; von der Uebermacht auseinander gesprengt,ward er selbst verwundet und gefangen.

Auf solche Weise endete die Schlacht Abends um 8 Uhr, nachdem sie Mor-gens 5 Uhr begonnen hatte, mit einer vollkommenen Niederlage der französischenArmee. Der commandirende General war geblieben, die Divisions - GeneralePerignon und Grouchy, die Brigade - Generale Colli und Parthonneaur gefangen.Ueberdieß verloren die Franzosen 37 Geschütze, 18 Munitionswagen, 1500 Todte,5000 Verwundete und 3000 Gefangene. Der Gesammtverlust der Verbündetenbetrug 8000 Mann.

In der Nacht zog Moreau über die Apenninen und nahm dort seine anfäng-liche Stellung wieder ein.

Um dieselbe Zeit zog Championnet über die Cols von Susa, Fenestrelles undden kleinen St. Bernhard in die Ebene herab; er manövrirte in seiner rechtenFlanke, in der Absicht, sich auf Coni zu stützen und seine Vereinigung mit Ion-berts Trümmern zu bewirken, welche er unter sein Commando zu nehmen befehligtwar. Er ward jedoch hierin abgehalten durch Kray, welchen Souwarow mit8000 Mann zur Berennung von Coni und zur Vereitlung der Vereinigung derfranzösischen Truppen abgesendet hatte.

Die römische Republik, von aller Hülfe abgeschnitten, ward auf der Nordseitevon der Division Fröhlich besetzt, welche bei Civita- Castellana Stellung nahm,und sich bis Civita -Vecchia ausdehnte; im Süden rückten neapolitanische Trup-pen unter dem General Burkardt nach dem Monte- Rotondo. Diesem doppeltenAngriffe vermochte die Republik nicht zu widerstehen.

Rom ward vertheidigt durch die sogenannten Patrioten, welche einige fran-zösische und polnische Truppen-Abtheilungen unter dem General Garnier unter-stützten. Dieses kleine Corps, obwohl ohne Rückzugslinie und ohne alle Rekru-tirungsmittel, zögerte gleichwohl nicht, sich einen Durchzug zu eröffnen. Es griffzuerst das neapolitanische Corps an, welches, wie gewöhnlich, zurückwich. Am fol-genden Tage fiel es auf Fröhlich bei Civita-Vecchia und kämpfte hier mit Erfolg.Durch die hier erfochtenen Vortheile gewann es die Straße nach Ancona, in welcheFestung es sich werfen konnte. Aber Garnier, dem das Loos der durch die Re-volution compromittirten Römer mehr am Herzen lag, als der eigene Ruhm, zogden Abschluß einer ehrenvollen Capitulation vor. Die Franzosen wurden nebstden Patrioten zu Civita-Vecchia eingeschifft und nach der Provence transportirt.

Die dreifarbige Fahne wehte nur noch auf Ancona, wo Monnier den Ober-befehl führte. Dieser tapfere General erschöpfte während 6 Monaten (vom Junibis November) die Anstrengungen des Feindes. Nachdem er capitulirt hatte, zog