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zurückgedrängt hatte, lagerte auf den Höhen, deren letzte Auslaufung sich bis anden Umfang von Genua erstrecken. Beim Anblicke seiner Lagerfeuer nähertesich das englische Geschwader dem Hafen und überschüttete das volkreiche Stadt-viertel mit Kugeln. Dieß veranlaßte Schrecken unter dem Volke, um es zu be-ruhigen, bedurfte es eines kräftigen Schlages. Mit Tagesanbruch rückte Mas-sena mit 2 Colonnen aus, überfiel die Kaiserlichen, warf sie über den Haufen,nahm ihnen 1500 Gefangene ab und kehrte triumphireud und unter dem Zurufeder Einwohner, welche kurz zuvor zur Empörung geneigt gewesen waren, in dieStadt zurück. Massena, stets unermüdlich, traf sogleich Anstalten, die Rivieradi Ponente zu säubern. Er setzte sich an die Spitze von 10,000 Mann, zogSoult an sich und marschirte in 2 Colonnen Suchet entgegen, der Befehl erhal-ten hatte, seinerseits gleichfalls den Angriff zu beginnen. Allein Melas hatte indie mit so vieler Mühe gemachte Oeffnung so beträchtliche Streitkräfte geworfen,daß er die Blockirung von Genua anordnen konnte. Beide Gegner stießen daherin der Hoffnung aufeinander, sich die Initiative zu erhalten, während Suchetzu gleicher Zeit gegen die Redouten stürmend heranrückte, welche er in dem Tref-fen am 7ten April verloren hatte. Mehrere Tage hindurch dauerte der Kampfmit abwechselndem Erfolge, bis endlich die Kaiserlichen Sieger blieben.
Eilf Tage nach den ersten Schüssen hatte Massena die Riviera di Ponenteverloren; auf der andern Seite war die Garnison unter das Geschütz der äußernForts zurückgedrängt worden. Lange Zeit vertheidigte Massena die Zugänge desPlatzes, indem er kühne Ausfälle machte. Suchet, von Elsnitz und Melas ander Spitze von 25 — 30,000 Mann verfolgt, nahm Tag vor Tag Stellung aufden Abfallen der Seealpen und wich nur dann zurück, wenn er sich von denKaiserlichen auf dem Kamme derselben überragt und von der Seeseite durch dasenglische Geschwader in der Flanke bedroht sah, so daß er 16 Tage brauchte,um von Sän Giacomo nach Oneglia (11 Stunden) zurückzuweichen.
Dieser rühmliche Rückzug hätte noch mehr in die Länge gezogen werden kön-nen. Allein nachdem der äußerste rechte Flügel der Ocsterreicher auf dem nörd-lichen Abfall des Gebirgsrückens hingezogen war und, durch Kaim unterstützt,den Col von Tenda forcirt und die französischen Posten bis Saorgio zurückge-drängt hatte, drang Melas lebhaft in die Grafschaft Nizza ein. Schon am fol-genden Tage rückte er mit 15 —18,000 Mann rechts gegen Suchets schwacheColonnen vor, indem er sie zu umgehen und gegen das Meer zu drängen suchte;sie leisteten tapfern Widerstand; in mehrere Theile getrennt und beinahe einge-schlossen, kämpften sie bis in die Nacht, worauf es ihnen gelang, sich hinter dieTaggia ohne andern Verlust, als den sie durch das feindliche Feuer erlittenhatten, in Sicherheit zu setzen. Suchet, hart gedrängt, mußte seinen Marsch be-schleunigen und fünf Tage darauf überschritt er den Var und betrat das franzö-sische Gebiet, nachdem er alle Truppenabtheilungcn der Grafschaft Nizza an sichgezogen und in dem Fort Montalban eine Besatzung zurückgelassen hatte. Inzwi-schen blockirte Otr mit 40,000 Mann die Festung Genua, in welcher Massena mit15,000 Mann einen seiner würdigen Widerstand leistete.