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[Band 1.]
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und Dukassowich im Schach zu hallen. Hierauf nahm er sein Hauptquartier zuStradella.

Erst hier erfuhr er die Capitulation von Genua. Ott hatte in dieser Stadteine Besatzung von 10,000 Mann unter Hohenzollern zurückgelassen und war hier-auf mit 18,000 Mann eiligst über die Bocchctta herab gerückt, um Piacenza zugewinnen.

Am 8ten Juni griff seine Vorhut Lannes an, den sie zurückdrängte, sofortmit 8000 Mann bei Castcggio und Montebello Stellung nahm, und, da er wußte,auf wen er gestoßen war, Verstärkungen verlangte; man sendete ihm Victor, alleinvor dessen Ankunft war das Feuer bereits entlang der ganzen Front der beidenCorps eröffnet. Trotz der Minderzahl seiner Truppen hielt Lannes den Stoßaus und um Mittag war noch nichts entschieden, als Victor eintraf. Obwohldas Gefecht hierdurch einen nenen Aufschwung nahm, durchbrachen die Kaiserlichendennoch eine französische Division und begannen Terrain zu gewinnen, als einBataillon, das auf der Straße festhielt, ihrem Vorrücken Einhalt that und da-durch den Weichenden Zeit verschaffte, sich zu sammeln und zum Angriffe über-zugehen. Der Kanonendonner rief Bonaparte herbei, allein der Sieg war be-reits entschieden. 2104 Todte und Verwundete und 2171 Gefangene nebst zweiGeschützen waren die Trophäen desselben. Der österreichische General wich nachTortona zurück, wohin er 2000 Mann warf und setzte hierauf seinen Rückzug bisan die Bormida fort.

Die Lage des österreichischen Heeres war höchst mißlich; um Piacenza zu er-reichen, mußte man die bei Stradella vortheilhaft aufgestellte Hauptmasse der fran-zösischen Armee durchbrechen. Wollte man sich an Genua lehnen, so mußte mandie Defileen der Apenninen durchziehen, welche Suchet mit 20,000 Mann besetzthatte; suchte man endlich einen Ausgang über den Ticino und gegen Mailand,so stieß man auf Turreau, Chabran, Moncey, welche bereit waren, die StraßeSchritt vor Schritt zu vertheidigen, um dem ersten Consul zur Herbeikunft Zeitzu verschaffen.

Sey es Unentschlossenheit oder das Bestreben, wegen seiner trefflichen Rei-terei den Gegner in die Ebene zu ziehen — Melas blieb 3 Tage unbeweglich inseinem Lager bei Alessandria. In denselben Tagen formirte sich die französischeDivisionen vollends auf dem rechten Po-Ufer, setzten sich daselbst fest und erbauten2 Brücken.

Um diese Zeit traf Dcsair, eben von Egypten zurückgekehrt, in dem Haupt-quartier ein, voll Ungeduld an der Schlacht, welcher man entgegensah, Theil zunehmen; er ward mit Jubel aufgenommen und übernahm das Commando der2 Divisionen des linken Flügels.

Bonaparte, welcher befürchtete, die Kaiserlichen möchten sich ihm entziehen,rückte an die Serivia und von da nach Sän Giuliano. Von hier aus verbrei-teten sich seine Vortruppen in die Ebene von Marengo, ohne auf Feinde zu stoßen.Man war im Zweifel, ob Melas auf Genua marschire, oder Alessandria nochnicht verlassen habe. Daher erhielten Desair und Victor Befehl, starke Recognos-