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dahin und ertheilte Befehl, eine Brücke über den Po zu schlagen. Zur selbenZeit debouchirte Turreau über den Col von Susa. Melas, in der Meinung,diese doppelte Bewegung habe den Zweck, Turin auf beiden Ufern des Po zu be-rennen, verlegte sein Hauptquartier dahin und machte sich auf beiden Ufern zurVertheidigung bereit. Allein Bonaparte's Absicht war weder auf Turin, nochauf den Po gerichtet; er hatte vielmehr ein anderes entscheidendes Objekt imAuge. Die ganze Armee wendete sich links gegen Vercelli, wobei Lannes demFluß entlang den rechten Flügel flankirte, während Lecchi's Legion zur Linken amFuße der Alpen hinzog. Vercelli ward genommen und am 2ltm Mai bei Tur-bigo und Buffalora der Uebergang über den Ticino formirt, welchen Loudun miteinem Theil der Reserve eiligst zu decken suchte. Am nämlichen Tage traf Monceyohne Hinderniß bei Bellinzona ein. Am folgenden Tage nahm Lannes Paviaund Tages darauf hielt Bonaparte seinen Einzug in Mailand, wo sogleich dieCitadelle berennt wurde.
Seine Ankunft grenzte an das Wunderbare. Die sogenannten italienischenPatrioten, welche feit Jahresfrist eine harte Reaction empfunden hatten, trautenihren Augen kaum. Die Gefängnisse wurden geöffnet, die Verbannten kehrtenzurück und die Wiederherstellung der cisalpinischen Republik ward ohne Zögernverkündet. Loudun und Vucassovich zogen sich unter die Kanonen von Mantuazurück, indem sie von ihrem Obergeneral durch ein Oesterreich feindlich gesinntesLand und eine Armee von 60,000 Mann getrennt waren.
Melas, in seiner Stellung zwischen dem Po und dem Meere, hatte keinenandern Ausweg, als das rechte Ufer des Flusses. Bonaparte ließ ihn nicht langeunbeschäftigt. Seine Hauptabsicht gieng dahin, Genua zu befreien, dessen Schick-sal ihm noch unbekannt war.
Vier Tage nach dem Einzüge in Mailand marschirte Murat gegen Piaccnzaund Lannes brach mit der Vorhut nach Belgiojoso auf, um auf das rechte Po-Ufer überzugehen und sich der wichtigen Stellung von Stradella zu bemächtigen,wo die Straße von Turin über Alessandria und Piacenza nach Cremona beimAustritt aus der Ebene von Tortona in ein langes Dcsilee tritt, das einerseitsdurch die Anpflanzungen entlang dem Po, andererseits durch die Ausläufer derApenninen gebildet wird.
Nachdem Murat vergeblich versucht hatte, sich der bei Piacenza geschlagenenBrücke zu bemächtigen, setzte er bei Noceto, wo 20 Fahrzeuge in seine Handfielen, über den Fluß, zog eine Division, welche eben Cremona genommen hatte,an sich, griff die Oesterreicher an und warf sie mit Verlust gegen Parma zurück.
Lannes fand das rechte Ufer durch 2000 Mann besetzt; er schlug sie gleich-falls zurück und nahm am folgenden Tage bei Stradella Stellung.
Auf solche Weise sah sich die französische Armee im Besitze derjenigen zweiPunkte am rechten Ufer, wo sich der Rückzug des Feindes mit der größten Aus-sicht auf Erfolg versperren ließ. Lannes stellte die Verbindung mit Murat her.Bonaparte ließ Moncey zu Mailand, um den Ticino zu beobachten und Loudun
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