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[Band 1.]
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österreichischen Schwadronen zum Rückzüge nach Alessandria veranlaßt. Melas,der Suchets Annäherung von dieser Seite befürchtete, entsendete 2340 Reiter zurBeobachtung des Feindes nach Cantalupo und schwächte dadurch gerade diejeni-gen Waffen, auf welchen seine Siegeshoffnungen vorzugsweise beruhten, be-trächtlich.

O'Reilly stieß bei Pietra-buona auf die Division Gardanne, welche erst nachMarengo zurückwich, als auch Truppen der Hauptcolonne gegen sie in Thätig-keit traten. Dieses einleitende Gefecht und der Aufmarsch der Oesterreicher nahmetwa eine Stunde in Anspruch; denn kaum waren sie im Angesicht von Ma-rengo angelangt, als auch Lanncs Corps und 2 Brigaden Reiterei aus der Ge-gend von Sän Giuliano herbeigerufen, bei Marengo eintrafen. Die hier ver-einigten 16,000 Franzosen nahmen hinter dem Fontanone-Graben Stellung undzwar die Division Chambarlhac zwischen La Stortigliona und Marengo; Gar-'banne in und bei diesem Dorfe. Watrin rechts davon gegen La Barbotta hin,die Brigade Kellermann hinter dem linken, Champeaur hinter dem rechten Flügel.Bei den ersten Kanonenschüssen hatte Bonaparte die Division Monnier nebst derConsular -Garde von Torre di Gorafolo aufbrechen lassen, auch an Desair Be-fehl gesendet, die gegen Rivalta detaschirten Truppen ungesäumt auf das Schlacht-feld zu führen. Die Reiter-Brigade Rivaud blieb vorläufig bei Sals. Drei-hundert Pferde waren gegen Castellazzo in Marsch, um die Gegend zwischen derOrba und Bormida zu beobachten.

Nach einem heftigen Geschützfeuer ließ Melas das erste Treffen zum Angriffe vonMarengo schreiten, welcher, obgleich mit Entschlossenheit unternommen, dennochgänzlich mißlang, da der tief eingeschnittene Fontanone-Graben ein höchst bedeuten-des Hinderniß bildete. Sogleich trat das zweite Treffen an die Stelle der weichen-den Truppen, allein seine Anstrengungen blieben gleichfalls ohne Erfolg und dreiSchwadronen, welche bald darauf weiter rechts den Graben Mann für Mannüberschritten hatten, wurden von der Brigade Kellermann dergestalt über den Hau-fen geworfen, daß auf sie nicht weiter zu rechnen war. Etwas später führte derdritte durch 5 Grenadier-Bataillone unterstützte Angriff wenigstens dahin, daßeine schwache Abtheilung das jenseitige Ufer des Grabens erreichte; unter ihremund dem Schutze der überlegenen österreichischen Artillerie schlug man eiligst eineLaufbrücke, die Grenadiere benützten dieselbe und eroberten Marengo. Eine Ab-theilung der Division Chambarlhac entriß ihnen zwar das Dorf wieder, alleinsie behaupteten sich zwischen demselben und dem Fontanone-Graben.

Zur Rechten war es inzwischen dem General O'Reilly gelungen, die Feindevon dem Hofe La Stortigliana gegen Casina- Bianca zurückzudrängen, wodurchihm möglich wurde, die Linie der links umfaßten Division Chambarlhac der gan-zen Länge nach zu bestreichen, was sie zum Wanken brachte. Zur Linken hatteOtt von Castel-Ceriolo aus nicht die ihm befohlene Bewegung gegen Säle fort-gesetzt, sondern wegen des heftigen Gefechtes bei Marengo rechts schwenken lassen,und dadurch die rechte Seite von Lannes gewonnen. Dieser stellte gegen ihn alle