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Wahrend diesen Ereignissen auf dem linken Flügel ließ Kray, da ErzherzogFerdinand immer noch nicht eintraf, 8 Grenadierbataillone der Reserve und 16Geschütze nach dem Plateau zwischen Thalheim und Altheim vorrücken und dort( HH) in der linken Flanke der Division Lorges aufmarschiren; rechts vondieser nahm Wrede zwischen Altheim und Hölzl (J«T) Stellung. Lorges, durchein furchtbares Feuer in der Flanke beschossen, war im Begriff, dem Anfalleder Oesterreicher zu erliegen. In diesem entscheidenden Augenblicke hatte die Di-vision Delmas (ee) den Wald von Krumbach zurückgelegt; sie entwickelten sichzwischen Heudorf und Kohlpeter und drängten die österreichischen Grenadierewieder aus dem Walde gegen Altheim zurück. Jetzt nahmen auch die Baiern beiHölzl Antheil an dem Gefechte (JJ) und Giulay traf rechts von demselben vor-wärts Bietingen (KjK) ein. Erzherzog Ferdinand, der von Wondorf her imAnzüge war, füllte den Raum zwischen Wrede und Giulay aus (H).
Um dieselbe Zeit langte Moreau mit der Division Bastoul bei Krumbachan und ließ diese zwischen Krumbach und Voll links einschwenken Richepanse,der noch weiter zurück war, erhielt Befehl, seinen Marsch zu beschleunigen. EinTheil der Reserve-Reiterei und die Brigade Durutte (mm) füllten den Raumzwischen dem linken Flügel der Division Delmas und dem rechten von Bastoul,worauf Moreau den heftigen Angriff der Oesterreicher zurückwies.
Der Feldzeugmeister, immer noch in der Hoffnung, die Straße von Stockachzu erreichen, ließ die von Bondorf heranziehenden Truppen des Erzherzogs Fer-dinand zum Angriffe des linken Flügels der Division Bastoul vorrücken. Hierkam es zu einem hartnäckigen Kampfe, bis endlich die Division Richepanse vonVoll her auf dem Wahlplatze erschien (»») und die Oesterreicher in der rechtenFlanke angriff, während Delmas und Bastoul sie in der Front anfielen. Dieeinbrechende Nacht machte dem Kampfe ein Ende. Kray benützte dieselbe undzog sich aus die Höhen von Buchheim und Rohrdorf zurück. St. Cyr, der andiesem Tage auffallend langsam manövrirte, kam mit seiner Vorhut am Abenddes 5ten bei (o o) auf der Straße von Liptingen nach Neuhausen ob Eck an.Die Franzosen blieben auf dem Schlachtfelde über Nacht; ihre letzte Stellungwird durch die Linie Cpp) bezeichnet. Kray wich am folgenden Tage bei Sigma-ringen auf das linke Donauufer zurück.
Die Masse der Kaiserlichen war somit über diesen Fluß geworfen und manhatte um den Preis von 3 Gefechten, 7— 8000 Todten, Verwundeten und Ge-fangenen und 11 Tagen angestrengter Märsche ein Resultat erhalten, welchesden von dem ersten Consul entworfenen Plan auf einmal und ohne Schwierig-keiten herbeigeführt hätte. Es handelte sich jetzt darum, den Fürsten von Reußfür seine Jsolirung zu strafen. In dieser Absicht ließ Lecourbe zuvörderst Ravens-burg, Wangen und Lindau besetzen, welche Bewegung den Fürsten veranlaßte,das Jnn-Thal hinabzuziehen und sich von Italien zu entfernen; hierauf setztesich Lecourbe zu Leutkirch und Wurzach fest; die andern Corps folgten ihm inStaffeln, Moreau auf der Straße von Mößkirch nach Biberach, St. Cyr ent-lang dem linken, St. Suzanne entlang dem rechten Donauufer.
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