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[Band 1.]
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Die Demonstrationen der Franzosen zogen insbesondere seine Aufmerksamkeitauf Güntzburg. Inzwischen gelang es Lecourbe, gegen 80 Mann schwimmendüber die Donau zu bringen, sich Blindheims zu bemächtigen und die dortigeBrücke unter dem Schutze einer Batterie wieder herzustellen. Unverzüglich begannenseine Truppen zu defiliren und die Spitze der Colonne stellte sich, den rechtenFlügel an die Donau gelehnt, in Schlachtordnung, um gegen das bei Donau-wörth stehende Corps Front zu machen. Dieses rückte, 8000 Mann stark heran;allein während es sich vergeblich bemühte, das Dorf Schweningen, den Stütz-punkt der Franzosen, zu nehmen, umgieng die französische Reiterei unter Lecourbe'spersönlicher Führung ihren rechten Flügel, brach in ihre Flanken ein und nöthigtesie, das Gewehr zu strecken.

Unterdessen dauerte der Uebergang fort. Zwei Divisionen wendeten sich links,um gegen Dillingen zu debouchiren und Moreau's Uebergang zu erleichtern. DieFeinde warfen sich denselben entgegen und noch war das Gefecht nicht entschieden,als Lecourbe mit seiner siegreichen Reiterei herbeikam, sich bei Höchstädt auf derRückzugslinie der Oesterrcicher festsetzte und sie zum schleunigen Rückzüge nachGundelfingen zwang. Hier stießen sie auf Verstärkungen, und kehrten hierauf so-gleich wieder zum Angriffe um. Allein setzt waren die Brücken bei Dillingcn undLauingen hergestellt, die Reserve trat in die Linie und that dem feindlichen An-griffe Einhalt. Nachdem sich Moreau Gundelfingens bemächtigt hatte, säuberteer das ganze linke Ufer der Brenz. Grenier, der vergeblich die Herstellung derBrücke bei Güntzburg versucht hatte, ließ Ncy auf dem rechten Ufer und schloßsich über Dillingen dem Reste der Armee an, welche sich, siankirt durch dieBrentz und Wernitz, vorwärts der Donau aufstellte.

Kray gab sich für überwunden. Mit Aufgebung der Verschanzungen, inwelchen er so lange die Entscheidung hingehalten hatte, zog er sich gegen dieAusläufer der rauhen Alp zurück, indem er seinen Marsch durch Manöver vor-wärts von Elchingcn maskirte. Man gewahrte seine Bewegung erst, als er be-reits im Besitze von Nördlingen war. Mit seiner Nachhut kam es bei Nercsheimzu einem unbedeutenden Gefechte, durch welches der Marsch der Hauptarmeenicht aufgehalten wurde.

Das Streben des Feldzeugmcistcrs, die Wernitz zu umgehen und sich derDonau zu nähern, deutet aus den Plan, sich des Lechs oder der Jller zu be-mächtigen. Moreau beeilte sich, ihm an diesen beiden Flüssen zuvorzukommen.Decaen mit 10,000 Mann mußten über Augsburg und Lecourbe's ganzes Corpsüber Rain vordringen. Der erste bemächtigte sich der Hauptstadt München, nach-dem er die ihm entgegen tretenden feindlichen Truppenabtheilungcn dreimal durch-brochen hatte. Der zweite marschirte auf Neuburg; allein schon hatten 25,000Kaiserliche die Brücke benützt, deren er sich bemächtigen wollte. Bei Oberhausenstieß seine erste Division auf die gegen den Lech ziehenden Feinde. Hier kam eszum heftigen Kampfe, in welchem die französische Division unterlegen wäre, wennnicht die herankommende zweite Division das Gefecht hergestellt hätte, das mitHartnäckigkeit fortdauerte. Lecourbe's Ankunft mit der dritten Division entschied