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[Band 1.]
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gebildet wurde, abberufen, ward durch Richepanse und St. Cyr durch Grenierersetzt.

Richepanse machte gegen den Erzherzog Front, indem er das rechte Ufer derRoth hinaufzog und sobald er gewahrte, daß er Anstalten zur Ueberschreitungdes Flüßchens traf, nahm er auf den Höhen von Kirchberg in der Nahe vonGrenier Stellung, den Rücken an die Jller gelehnt.

Die Kaiserlichen rückten über Gutenzell heran, sormirten 2 Linien und griffendie beiden französischen Divisionen an, welche so lange Widerstand leisteten, bisNcy herankam. Dieser tapfere General überschritt an der Spitze einer der Di-visionen Grenier's die Jller bei Kallmüntz, fiel der ersten Linie der Angreifendenin die Flanke und warf sie in Unordnung bis Dietenheim zurück. Inzwischenformirte sich ihre zweite Linie in Colonnen, drängte Richepanse lebhaft zurück,bemächtigte sich Kirchbergs und dehnte sich, den linken Flügel an dieses Dorfgelehnt, zur Rechten gegen die Brücke von Kallmüntz, aus. Es war dieß einekühne Bewegung; wofern sie gelang, stand die Rettung der 3 fechtenden Divi-sionen auf der Spitze. In dem engen Thale der Jller zusammen gedrängt,wären sie ohne Ney's raschen Blick und kaltes Blut einer vollständigen Nieder-lage ausgesetzt gewesen. Ohne Zögern machte dieser Bahn, überließ die ge-schlagenen Truppen ihrem Schicksal, da er von ihnen nichts mehr zu befürchtenhatte, und drang stürmend in Kirchberg ein. Jetzt gieng auch Richepanse wiederin die Offensive über und der Erzherzog beeilte sich, nach Ulm zurückzukehren.

Moreau, durch diesen Erfolg gesichert, überließ sich jetzt der Ausführungseines Hauptplanes. Vor allen Dingen jedoch mußte er sich am Lech festsetzen.Der rückgängige Schritt, welchen sein rechter Flügel gemacht hatte, zog ihm diefeindlichen Generale auf den Hals, welche ihm bei Schwabmünchen einen Schlagbeibrachten; auch drangen die Vorposten des Fürsten von Reuß bis Ncsselwangherab.

Lecourbe setzte sich daher in 3 Colonnen in Marsch und drang kühn in Augs-burg, Landsberg und Schongau ein, während seine Flankeurs Füßen besetzten.Die Kaiserlichen, denen diese lebhaften Angriffe imponirten, zogen sich über diePaar zurück, zerstörten die Brücke von Fricdberg und machten erst bei Aichachwieder Halt. Dieß war es, was der französische Obergeneral erwartete. Währender den Lech durch Posten maskiren ließ, mußte die ganze Armee sich gegen dieDonau wenden. Lecourbe nahm die Richtung nach Wertingen, Moreau gegen-über von Lauingen und Dillingcn, Grenier besetzte Güntzburg, Richepanse dieBrückenköpfe von Ulm und Elchingen.

Diese Bewegung ward ohne Widerstand ausgeführt. Die feindlichen Dctache-ments, welche die Kamlach, die Güntz, die Jller beobachteten, wurden gesprengtund über die Donau zurückgeworfen. Nach so langem Zögern mußte der Donau-übergang endlich die Frage entscheiden. Kray hatte nichts versäumt, um den-selben zu vereiteln. Von Ulm bis Donauwerth waren alle Brücken zerstört wordenund starke Patrouillen bewachten das linke Ufer.