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Divisionen Richepanse und Decaen (22,000 Mann) zu zählen. Grouchy bildetein der Stellung bei Hohenlinden den äußersten rechten Flügel, Ney, Bastoul, Le-grand füllten den Raum zwischen diesem Dorfe und Harthofen. Die Reserve-Reiterei unter Hautpoult stellte sich hinter Hohenlinden auf. Diese Stellung hat,neben manchen Nachtheilen den bei der damaligen Beschaffenheit der Wege wich-tigen Bortheil, daß die nach Hohenlinden führende Chaussee von Mattenbett aneinen beinahe 1V 2 Stunden langen, durch Wald gebildeten Engpaß bildet, wokeine Entwicklung möglich ist.
Sämmtliche bei Haag versammelten kaiserlichen Truppen brachen am 3ten De-zember Morgens um 5 Uhr in den drei vorgeschriebenen Richtungen auf und baldgewann die mittlere einen bedeutenden Vorsprung vor den in grundlosen Seiten-wegen marschirenden beiden andern Colonnen, deren Drangsale dichtes Schnee-gestöber noch vermehrte.
Als Kollowrath halbwegs zwischen Mattenbett und Ober-Birkach anlangte,begann seine Vorhut am jenseitigen Rande des Waldes zwischen 7 und 8 Uhrdas Gefecht, stieß jedoch auf nachdrücklichen Widerstand und mußte nach und nachdurch 4 Bataillone und 8 Schwadronen unterstützt werden. Zwei Bataillone zogenzur Deckung der linken Seite gegen St. Christoph, 6 Bataillone, 2 Schwadro-nen blieben in dem Defilee stehen, die ganze Geschütz-Reserve mit sämmtlichemFuhrwesen hinter sich und noch weiter rückwärts bei Mattenbett zwei Kürassier-Regimenter unter dem Fürsten Liechtenstein als Nachhut.
Mehrere Stunden lang währte der Kampf am Waldende mit abwechselndemErfolge fort und der Erzherzog gewann hiedurch die Ueberzeugung, daß er esnicht blos mit einer Nachhut zu thun habe. Die Vorsicht gebot daher, jede ent-scheidende Maßregel auszusetzen, bis beide Seitencolonnen in gleicher Höhe an-gekommen wären. Aber erst um 10 Uhr langte Baillet hinter Weiher, Rieschbei Albaching an. Da letzterer chen vorliegenden Waldsaum bereits von feind-lichen Schützen besetzt fand, so sendete er 4 Bataillone, 3 Schwadronen auf ver-schiedenen Wegen gegen St. Christoph und 5 Bataillone in der Richtung aufHohenlinden und nahm mit dem Reste (3 Bataillone, 21 Schwadronen) vorAlbaching Stellung.
Richepanse hatte mit der Spitze seiner Division Morgens 7 Uhr St. Christopherreicht und nach kurzer Rast den Marsch nach Mattenbett fortgesetzt, als er plötzlichin größter Nähe mit Gewehrfeuer empfangen ward; da die Bespannung zweierMunitionswagen getödtet ward, so war dadurch der enge Weg vollkommen ge-sperrt. Ohne sich irre machen zu lassen, zog Richepanse mit seiner ersten Bri-gade (6 Bataillone, 4 Schwadronen und 6 Geschützen) weiter und überließ demGeneral Drouet die Sorge, mit der andern halben Division den Feind zu be-seitigen. Drouet hatte einen harten Kampf mit diesen Truppen, der erst einegünstige Wendung nahm, als Decaen ankam. Seine frischen Truppen drängtenden Feind nach Albaching zurück und Drouet konnte jetzt nach Mattenbett abrücken.
Während auf solche Weise der linke Flügel der Oesterreicher festgehaltenwurde, begann, etwa gegen 11 Uhr, auch der rechte am Kampfe Theil zu neh-
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