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Der Verlust der Oesterrekcher an Todten, Verwundeten und Gefangenen be-trug über 12,000 Mann, 50 Geschütze, 85 Munitionswagen.
Moreau nahm sein Hauptquartier zu Haag und setzte schon am folgenden Tageseinen Vormarsch fort. Lecourbe rückte über Helfendorf nach Rosenheim. DerRest des französischen Heeres drang bis an das linke Ufer des Jnn vor. DieKaiserlichen waren zu sehr moralisch herabgekommen, um sich im freien Felde zubehaupten. Sechs Tage nach der Schlacht forcirte Lecourbe den Uebergang vonNeubeuern, 2 Stunden von Rosenheim, welchen Conde, unterstützt durch einigekaiserliche Bataillone, vertheidigte; nach kurzem Widerstände wurden sie an dieAlz geworfen und dieser Vorfall zog den Rückzug der ganzen österreichischen Armeenach sich.
Die Franzosen rückten auf allen Punkten vor; sie drückten hauptsächlich aufden linken Flügel des Feindes und nahmen nacheinander die Linien der Salzach,der Traun und der Enns. Wien war bedroht und der Erzherzog Carl, dem mandas Obercommando übertrug, sah ein, daß alle Hülfsquellen erschöpft seyen; erschlug einen Waffenstillstand vor, der am 25ten Dezember zu Steyer unterzeichnetwurde und in Folge dessen die Feindseligkeiten in ganz Deutschland aufhörten.
Diese Uebereinkunft that dem Vordringen der gallo -batavischen Armee Einhalt.Augcreau hatte Aschaffenburg, Würzburg und Schweinfurt genommen und da-durch die Hoffnungen vernichtet, welche man auf eine Diversion jenseits desMains gestützt hatte. Simbschen war von ihm am Tage der Schlacht bei Hohen-linden bei Burg-Ebrach geschlagen worden, worauf er sich Nürnbergs bemäch-tigte. Klenau's Ankunft hatte ihn in Folge eines unentschiedenen Treffens (18.>genöthigt, diese Stadt zu räumen. Er kehrte jedoch wieder (21.) dahin zurück,als er Befehl erhielt, das Feuer einzustellen.
V.
Ende der Operationen in Italien.
Marsch der zweiten Reserve-Armee (>8. November — 3l. Dezember). — Schlacht bei Pozvlo(25. Dezember). — Übergang über die Etsch (4.Januar). — Allgemeiner Frieden.
Um dieselbe Zeit eröffneten die Heere in Italien ihre Operationen. Die beidengegenüberstehenden Generale hatten wichtige Gründe, sich defensiv zu verhalten.Bellegarde hatte 20,000 Mann unter Loudun und Vukassowich an die obere Etschdetaschirt, um gemeinschaftlich mit Hiller die zweite Reserve-Armee, von der manübertriebene Gerüchte verbreitete, im Schach zu halten. 10,000 Mann warenzur Unterstützung des Aufstandes in Toscana abgegangen; es blieben ihm dahernur noch 70,000 Mann am Mincio, die Besatzungen mit eingerechnet. Brunehatte nach Piemont und Mittel-Italien detaschirt; sein ganzer rechter Flügel warnach Toscana gerückt und er wartete aus dessen Rückkehr, so wie aus Macdo-nald's Ankunft, um unter den günstigsten Aussichten den Angriff zu eröffnen.