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Dieser letztere General war befehligt worden, seine 15,000 Mann zn demlinken Flügel der italienischen Armee stoßen zu lassen. Sie waren schon vonHause aus dazu bestimmt, einen Theil derselben zu bilden; allein dadurch, daßman ihr den furchtbar klingenden Namen einer Reserve-Armee gab, ihre Cadresübertrieb und einen tüchtigen Führer an ihre Spitze setzte, hatte man die Auf-merksamkeit der österreichischen Generale rege gemacht, welche in der Besorgniß,jene Armee möchte ihnen unversehens in den Rücken fallen, eine Masse von40,000 Mann in die von den Franzosen bedrohten Engpässe werfen.
Als Macdonald aus Graubündten an die Chiesa herabzog, unterhielt er dieseTäuschung, indem er seinem linken Flügel durch die Thäler der Landquart, Al-bula und Adda eine offensive Haltung gab. Der Feind beeilte sich, die bereitsmit Eis bedeckten Cols zu verschanzen, über welche man aus jenen Thälern indie des Jnns und der Etsch gelangt. Jetzt wendeten sich die Franzosen, durchschwache Posten gedeckt, rechter Hand in die Schluchten des Splügen. Trotzdes Fallens einiger Lawinen gelangten sie ohne Verlust nach Chiavenna; von hierzogen sie die Adda hinauf, gewannen die Quellen des Oglio; durch eine drohendeBewegung gegen die Roß über den Mont Tonal allarmirten sie die Kaiserlichenabermals. Sofort folgten sie dem Laufe des Oglio; Reiterei und Gepäcke schlu-gen die Straße nach Brescia ein; das Fußvolk überstieg den Sanzeno und nahmbei Storo an der Chiesa die Division Rochambeau auf, welche die linke Flankeder italienischen Armee deckte.
Brune hatte bereits die Linie des Mincio forcirt. Nachdem er die feindlichenVorposten zurückgedrängt, stellte er seinen rechten Flügel unter Dupont bei Goitound Volta auf, mit dem Befehl, bei Pozzolo eine Brücke zu schlagen und Belle-garde in der Ebene von Mantua festzuhalten. Seine Absicht gieng dahin, wäh-rend dieser Zeit die Hauptmasse der Armee nach Monzambano zu dirigiren, umseinem Gegner an den Ausgängen Tirols zuvorzukommen.
Nachdem es Dupont gelungen war, eine Brücke zu schlagen, gieng er mitseiner zweiten Division auf das rechte Mincio -Ufer über; allein kaum war dieserUebergang vollzogen, als ihm Bellegarde zwei starke Colonnen entgegenwarf, vondenen die eine auf Pozzolo, die andere gerade auf die Brücke losrückte. Derfranzösische General, außer Stand, den Rückzug anzutreten, beschloß, den Stoßauszuhalten. Er entwickelte sich bei Pozzolo und hinter einem Damm, der diesesDorf mit dem Fluß verband. Gedeckt durch dieses Hinderniß und durch eine jen-seits des Flusses aufgefahrene Batterie erwartete er den Angriff der doppelt über-legenen Streitkräfte, deren Anstrengungen scheiterten. Pozzolo ward mehreremalgenommen und wieder verloren, blieb aber endlich in den Händen der Franzosen.Aufmerksam gemacht durch den Donner der Kanonen, eilten Suchet und Davoustvon der Mitte nach Volta und entschieden den Sieg.
Bellegarde, in der Meinung, die ganze Armee debouchire bei Pozzolo, machteHalt bei Villa-Franca, wo er sich, bereit, eine Schlacht anzunehmen, conzen-trirte. Allein Brune blieb bei seinem Plane, sich über Monzambano zu ent-wickeln und befahl daher Dupont, sich defensiv zn verhalten, während sein Cen-