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[Band 1.]
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Nach einem unbedeutenden Gefechte am Vorabende der Schlacht (29.) standMassena's Hauptmacht auf dem rechten Ufer des Torrente Progno d'Jllasi. Vorseiner Front hatte er Ca del Ära, Ca Rkzzi, Calderin und Stra besetzt. Duhesmebildete den rechten, Molitor den linken Flügel, Gardanne die Mitte, Parthon-neaux und die Reiterei die Reserve. Serras deckte die Ausgänge aus Tirol,die Uebergänge über die Etsch und den Rücken der Armee.

Massena's Absicht gieng dahin, die Front der feindlichen Stellung nicht eheranzugreifen, bis dieselbe in der linken Flanke umgangen war. Daher sollte Verdier(8000 Mann) bei Persacco die Etsch passiren und sich im Rücken des öster-reichischen linken Flügels aufstellen; die Reiter-Division Pully sollte diese Be-wegung unterstützen.

Der Erzherzog kam den Franzosen in dem Angriffe zuvor. Doch verzögerteein dichter Nebel am Morgen des 30ten Oktobers denselben. Als sich diesergegen 11 Uhr verzog, war die erste österreichische Colonne (10 Bataillonen, 4Schwadronen) über Colognola gegen Ca del Ära vorgerückt, wurde jedoch wiedernach einem kurzen Gefechte nach Colognola zurückgedrängt.

Inzwischen hatte Massen« seine vorwärts von Vago versammelten 5 Divi-sionen in Schlachtordnung gestellt und warteten mit Ungeduld aus den Erfolg desEtsch - Uebergangs der Division Verdier. Auf dem linken österreichischen Flügelbegann jetzt das Feuer. General Nordmann war mit einer Colonne gegen Sabio-nara vorgerückt, wo er auf einen Rest der Division Verdier, die bei Zevio über-gegangen war, stieß und dieses nach Sabionara zurückwarf. Ein Angriff derDivision Duhesme vor Gombion in die Flanke Nordmanns ward mit Hülfe dervon Madonna di Stra herankommenden Reserve des Fürsten Reuß zurückge-wiesen. Auf dieser Seite dauerte das Gefecht in der Nähe von Gombion biszum Anbruche der Nacht fort.

Unterdessen hatte Massena, der Verdier's Division in vollem Kampfe wähnte,die Divisionen Gardanne, Molitor und Espagne zum Angriffe des österreichischenCentrums zwischen Caldiero und Stra entwickelt. Diese Massen beschloß derErzherzog angreifen zu lassen. Bellegarde mit 8 Bataillonen und einem Reiter-regiment rückte zum Angriff auf Stra vor. Hier kam es zum mehrstündigenhartnäckigen Kampfe, in Folge dessen die Oesterrcicher in die rückwärtige ver-schanzte Stellung in Unordnung zurückgetrieben wurden und weil die Franzosenihnen auf dem Fuße folgten, das eigene Geschütz zu wirken verhinderten.

Schon schien der Sieg sich auf Seiten der Franzosen zu neigen, als der Erz-herzog selbst an der Spitze der Grenadierdivision Vogelfang dem Verfolgen derFranzosen Einhalt that und das Gefecht wiederherstellte. Ein neuer Angriff derfranzösischen Grenadiere unter Parthonneaur und der Reiterdivision Espagne,von Massena selbst geleitet, hatte keinen Erfolg und die Oesterrcicher behauptetensich auf allen Punkten in ihrer anfänglichen Stellung. Aber alle ihre Truppen,mit Ausnahme einer einzigen Grenadierbrigade, waren bereits im heftigen Feuerverwendet worden, als Massena den letzten Versuch machte, die Oesterrcicheraus ihrer verschanzten Stellung zu verdrängen und den Sieg an seine Fahnen

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