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zu fesseln. Während er einen neuen Angriff auf das feindliche Centrum an-ordnete, führte er selbst die Division Molitor bis an den Fuß der Höhen vonColognola zum Sturme der Verschanzungen des österreichischen rechten Flügels.Gelang ihm dieser, so befand sich der Schlüssel der ganzen Stellung in seinenHänden und die Niederlage der österreichischen Armee war unvermeidlich. Allein andem Widerstände des Generals Simbschen, dem Bellegarde und der Erzherzogselbst Verstärkungen zuführten, brach sich der zweimalige wüthende Anfall Mo-litors, der von den verfolgenden Oesterreichern bis Ca del Ära zurückgeworfenwurde.
Während dieser Ereignisse auf dem rechten österreichischen Flügel hatte Mas-sena mit wiederholter Anstrengung das Centrum zu durchbrechen gesucht. Es ge-lang den Franzosen bei schon einbrechender Dunkelheit die Brigade Lippa ausden dortigen Verbindungsgräben zu vertreiben, als Fürst Hohenlohe-Bartensteindie letzten 5 ungarischen Grcnadierbataillone zum Angriffe vorführte und ErzherzogMaximilian die Weichenden sammelte. Dieser letzte kraftvolle Stoß entschied dieSchlacht. Massen« wich über Stra vom Schlachtfclde zurück.
Von der Division Verdier kam nur eine Brigade bei Zevio über die Etsch,welche jedoch von General Nordmann im Schach gehalten wurde. Der Restblieb auf dem rechten Ufer und kam nicht zum Gefechte. Diesem Umstände schriebendie Franzosen den Verlust der Schlacht bei Caldiero zu.
Massena's Armee brachte die Nacht vom 30 / 31 . Oktober zwischen Ca del Äraund Gombion zu. Am Morgen des 31ten Oktobers ließ der Marschall den An-griff auf den österreichischen linken Flügel durch die seither auf das linke Uferübergegangene Division Verdier angreifen; allein General Nordmann und derihm zunächst stehende Fürst Reuß vertheidigten die Schanze von Chiavica dellChristo mit solcher Ausdauer, daß Verdier, nachdem er selbst verwundet wordenwar, sich gegen Gombion auf die Division Duhesme zurückziehen mußte.
Massen« gab jetzt jeden weiter» Versuch auf und wich gegen Verona zurück.Der Verlust desselben betrug über 8000 Mann, darunter 1700 Gefangene. DieOesterreicher zählten 5672 Todte, Verwundete und Gefangene, mit Inbegriffvon 120 Offizieren.
Die Schlacht bei Caldiero, von dem Erzherzoge blos für die Ehre der kaiser-lichen Waffen geschlagen, konnte denselben nicht bestimmen, den schon früher ge-faßten Entschluß des Rückzuges zu verzögern. Schon am 2ten November trat erdenselben, nachdem das Gepäcke vorausgezogen war, in einer Colonne auf derStraße nach Vicenza an. Die Verfolgung der Franzosen dauerte bis an denJsonzo, wobei von diesen viele Gefangene gemacht wurden.
Die rückgängige Bewegung des Erzherzogs war bereits begonnen, als Neyam Scharnitzpaß anlangte. Dieser Paß ist an dem engsten Theile des Thalesangelegt und besteht aus einer gemauerten Verschanzung mit breiten Wasser-gräben. Nur nach dem hartnäckigsten Widerstände vermochte sich Ney in denBesitz der Scharnitz und des Luctaschpostens zu setzen, wobei er selbst über 800Mann verlor. Die Besatzung der beiden Pässe ward gefangen, worauf Ney am