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[Band 1.]
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Fürsten von Hohenlohe zu sich, indem er an der obern Saale nur leichte Deta-schements zurückließ und eine allgemeine Conzentration bei Erfurt anordnete,in der Absicht, über Meiningen an den Main vorzudringen und die französischeArmee in zwei Theile zu zerschneiden.

Unterdessen rückten die Garden und Murat allmählig in die Linie ein und dieganze 195,000 Mann starke Armee wendete sich rechts und begann ihren Angriffzu demaskiren. Soult und Ney giengen oberhalb Baireuth über den Main unddirigirten sich auf Hof. Napoleon mit der Garde, der Reserve-Reiterei, Davoustund Bcrnadotte defilirten über Kronach auf Saalburg. Lannes, welchem Augereaufolgte, nahm die Richtung über Coburg nach Saalfeld. Diese 3 Colonnen be-wegten sich convergirend auf Gera. Somit ward Sachsen überschwemmt, derlinke Flügel des Feindes überragt, ihm die Initiative abgewonnen und er da-durch, daß man ihn von Berlin abschnitt, genöthigt, das Schicksal des Feldzugesauf einen einzigen Tag zu setzen.

Bei der Annäherung dieser dichten Massen zogen sich die Abtheilungen, welcheHof und Saalburg beobachteten, gegen Schleitz auf das Corps unter Tauenzien(5—6000 Mann) zurück. Nachdem der preußische General mehrere Stellungengenommen hatte, erkannte er die Unmöglichkeit, seine Flanken zu sichern und denStoß auszuhalten. Er ließ zur Deckung seines Rückzuges eine starke Nachhutin Schleitz zurück und schlug die Straße nach Auma ein. Kaum hatte er dieStadt verlassen, als Maison an der Spitze einer leichten Brigade des Iten Corpsin dieselbe eindrang und sich der Brücke bemeisterte. Tauenzien sah sich genö-thigt, umzukehren und das Gefecht ward allgemein. Murat eilte mit 2 Cava-lerie-Regimentern herbei, griff die Feinde im Rücken an und verfolgte sie miteinem Verluste von 6—700 Mann bis nach Auma.

Am nächsten Tage bestand Lannes an den Ufern der Saale ein ernstes Gefecht.7 — 8000 Mann des Hohenlohe'schcn Corps vertheidigten Saalfcld unter demPrinzen Ludwig von Preußen, der voll Feuer und von der Armee geliebt, vorBegierde brannte, den Ruhm derselben zu erhöhen. Es war seine Lieblingsidee,mit Nachdruck die Offensive zu ergreifen; der Gedanke war ihm unausstehlich, denihm anvertrauten Posten zn verlassen; daher glaubte er, aller Beweise ungeachtet,nicht an die Anwesenheit eines Corps von mebr als 20,000 Mann und befahl,unter das Gewehr zu treten.

Saalfeld liegt auf dem linken Ufer der Saale, welche hier in einem tief ein-geschnittenen Bette stießt. Es war dem Prinzen nicht unbekannt, daß Napoleonihn bereits auf allen Punkten des rechten Ufers überragte und daß ihm kein Rück-zug übrig blieb, als über Schwarz«, das an einem Bache gleiches Namens liegt,der von den Höhen herabfließt, auf welchen er die Entwicklung der Truppen ge-wahrte, denen er Widerstand zu leisten beschlossen hatte. Der Entschluß des Prin-zen Ludwig, in einer Schlucht und mit dem Rücken an zwei Gewässer gelehnt,ein Treffen anzunehmen, ist schwer zu begreifen. Der Ausgang konnte nicht zwei-felhaft seyn. Lannes wartete nicht alle seine Divisionen ab. Er befahl Suchet,eine seiner 3 Brigaden gerade auf Saalfcld zu dirigiren und die beiden andern