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war, hatte die Ankunft der noch nicht eingetroffnen französischen Armeecorps in,Aussicht, denen er in einer zweiten Schlacht nicht gewachsen zu seyn hoffen durfte.
Er benützte daher den Uten Juni zur Vorbereitung seines Rückzuges. Währendseine Reiterei auf dem freien Felde gegen Lawden hin neue Demonstrationen machteund die russischen Batterien vom rechten Alle-Ufer aus die ihnen zunächst stehen-den französischen Divisionen beschoßcn, ließ er sämmtliche Infanterie der Mitteund des rechten Flügels auf das rechte Alle-Ufer zurückgehen und trat überBartenstcin den Rückzug nach Königsberg an, in der Absicht, sich dort mit demLcstocq'schcn Corps zu vereinigen. In der Nacht vom verließen auch die 2Divisionen des linken Flügels und die Garden die verschanzte Stellung des rechtenUfers und zogen sich gegen Bartenstcin zurück. Der gegenseitige Verlust in derSchlacht bei Heilsbcrg mag so ziemlich gleich groß seyn und auf jeder Seite 8bis 10,000 Mann an Todten und Verwundeten betragen haben.
Von Hcilsberg an entfernt sich die Alle in gekrümmtem Laufe von Preußisch-Eylau; bei Fricdland nähert sie sich diesem Punkte mittelst eines Bogens wieder,um sich sofort in entgegen gesetzter Richtung abzuwenden. Blieb daher Bcnuigsennoch irgend eine Aussicht, die Straße nach Königsberg wieder zu gewinnen undsie den Franzosen zu verwehren, so war es bei Friedland. Bcnuigsen debouchirtedaher über die dortige Brücke, in der Hoffnung, über die Flanke der Marsch-kolonnen der großen Armee herzufallen und sie einzeln zu schlagen.
Als Napoleon erfuhr, daß die Russen bei Friedland die Alle überschritten,konnte er seine lebhafte Freude nicht unterdrücken; er brannte vor Begierde, denFeldzng mit einem minder zweideutigen Erfolge zu beenden, als jenen bei Eylau,und sein Gegner bot ihm hiezu Gelegenheit.
Als Bennigsen am I3ten Juni von dem Marsche des französischen Heeresauf der Straße nach Fricdland Kunde erhielt, verließ er seine Stellung beiSchippenbeil, um wo möglich Fricdland noch vor den Franzosen zu erreichen.
General Kollogribow mußte eiligst mit 33 Schwadronen und 18 Geschützen zurBesetzung von Fricdland und der dortigen Uebergänge über die Alle aufbrechen. Fricdland.Ein französisches Husarenregiment, zu Lannes Vorhut gehörend, ward aus Fried-land vertrieben und bis Georgenau zurückgetrieben, worauf die russischen Vor-posten sich zwischen Sortlack, Posthenen und Heinrichsdorf aufstellten.
In der Nacht 13 / I4 . Juni traf das russische Heer in 7 Divisionen, gegen 67,000Mann stark, allmählig aus dem linken Alle-Ufer bei Fricdland ein und nahmmit 4 Divisionen rechts, mit 2 Divisionen links von dem Mühlenflics Stellung( AA~). Vier Brücken stellten die Verbindung über diesen Bach her. Eine Reservevon 12 Bataillonen und mehreren Schwadronen blieb auf dem rechten Ufer derAlle CB 2?). Einige Batterien (C C) deckten die beiden Schiffbrücken (DD ).
Als Bennigsen durch einige eingebrachte Gefangene die irrige Nachricht erhielt,daß nur ein französisches Armee-Corps (Lannes) von Domnau auf Fricdlandvorrücke, beschloß er, dieses anzugreifen, auf Domnau zurückzuwerfen, sofortseinen Marsch nach Königsberg fortzusetzen und sich dort mit dem Corps unterLestocq und Kamenskoi zu vereinigen. Bennigsen war eben im Begriffe, mit