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durch ein spanisches Hilfscorps von 16—48,000 Mann unter dem Grafen Ro-mana zu unterstützen; unter dem Vorwande endlich, jenes gegen die englischenComptoirs bestimmte Corps zu unterstützen, erhielt er die Genehmigung, am Fußeder Pyrenäen eine Armee von 80,000 Mann zu sammeln, angeblich, um inPortugal einzurücken, dessen Anhänglichkeit an England zu vielfachen BeschwerdenVeranlassung gegeben hatte.
Die pyrcnäische Halbinsel hat mit dem übrigen Europa nur wenig Gemein-schaft und bildet ein abgeschlossenes Ganze für sich. Gleich Asien besteht sie auseinem weit ausgedehnten innern Plateau, umgeben von einem Gebirgsgürtel,der nach 4 Seiten in stufenförmigen Wiederlagen abfällt. Oestlich, südlich undwestlich erstrecken sich diese Abfälle bis an das Meer. Auf der Nordseite erhebensich dieselben und bilden den südlichen Abfall der Pyrenäcnkette und deren Fort-setzung von den baskischen Provinzen bis zu dem äußersten Ende von Galizien.Eine große Verschiedenheit der Temperatur und der Fruchtbarkeit hängt von dergrößer» oder kleinern Höhe der schiefen Flächen ab. Das Plateau des Centrums,das sich etwas gegen Westen senkt, umfaßt weite unangebaute Räume voll schwerzu passirender Defilccn. Der westliche Theil, welcher ganz Portugal umfaßt,zeichnet sich durch rauhe Gebirge und besonders durch eine natürliche Maueraus, welche sie von Spanien scheidet und gewissermaßen ein weites verschanztesLager aus dem Lande macht.
Beide Castilicn und Madrid liegen auf dem Plateau des Centrums. Mangelangt nach Uebcrsteigung der Pyrenäen auf den beiden königlichen Straßen vonBayonne und Barcelona und auf dem Wege von Pampeluna und Saragossadahin. Diese Communikationen führen über den Ebro und die erste, welche auchdie direkteste ist, geht aus dem Ebrothale in das des Duero. Eine französischeArmee kann sich daher in Madrid nur behaupten, wenn sie im Besitze des Laufesdieser beiden Flüsse ist; in ihrem Gebiete liegen die festen Plätze Spaniens undwohnen jene kriegerischen Volksstämme, welche nie ein fremdes Joch duldeten.Aber Napoleon, der Europa eingeschüchtert hatte, legte kein Gewicht auf dieseVerhältnisse und ließ seine Truppen vordringen, als gelte es, sich eines leichtenRaubes zu bemächtigen. Er begann damit, sich Portugals zu versichern.
Seit dem Monat August stand eine Armee von 25,000 Mann unter demNamen des Observationscorps an der Gironde bei Bayonne versammelt; sie warin 3 Divisionen (Delaborde, Loison und Trevot) und in ein Reitercorps unterKellermann getheilt und Junot befehligte sie.
Am 18ten Oktober 1807 gieng die Vorhut über die Bidassoa und 15 Tagedarauf bezog Junot Cantonm'rungen bei Salamanca. Er ward allenthalben mitMißtrauen empfangen. Die Generalcapitäne von Galizien, Estremadura undAndalusien, welche Befehl hatten, seine Operationen zu unterstützen, vereinigtenihre Streitkräfte am Minho (8 — 10,000 Mann), am Tajo (5 — 6000 Mann)und bei Badajoz (5 — 6000 Mann).
Inzwischen wartete der Hos von Lissabon trotz der drohenden Noten des fran-zösischen und spanischen Gesandten, ohne alle Gegenmaßregeln den tödtlichen