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[Band 1.]
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verwundet, seine Truppen stutzten und Dufour übernahm den Befehl, indem erden Rückzug antrat. Der Feind, statt den Angriff fortzusetzen, benützte den Restdieses zweiten Tages, um das rechte Ufer zu gewinnen. Am folgenden Tagebeschränkte sich Dnpont darauf, den General Wedel nach Baylen znrückzusenden.Während dieser in die Stellung zurückkehrte, welche er nie hätte verlassen sollen,waren hier seltsame Verhältnisse eingetreten. Dufour war noch nicht im Reinendarüber, weßhalb Reding in dem Augenblicke Halt machte, in welchem eine letzteAnstrengung ihm den Sieg verschafft hätte, als er erfuhr, Valdecaeas habe denPosten von Linarcs überfallen und rückte mit seinen Truppen nach den dortigenHöhen. Auf diese Meldung glaubte er den Schlüssel der feindlichen Combinationgefunden zu haben; er wähnte, die ganze feindliche Armee sey in diesem Flanken-marsche begriffen und beeilte sich, den Col der Sierra zu besetzen. Als Wedelam Abende dieses vcrhängnißvollen Tages Baylen erreichte, war er nicht wenigerstaunt, Niemand hier anzutreffen; er erfuhr die Bewegung Dufour's und daer an dessen wichtigen Motiven nicht zweifeln konnte, so folgte er ihm am fol-genden Tage und setzte Dupont davon in Kenntniß.

Ein rascher Entschluß hätte selbst setzt noch das Armeecorps gerettet. AlleinDupont verlor den ganzen 18. Juli mit Vorbereitungen. In der Nacht bracher in folgender Ordnung auf: die Vorhut (2600 Mann) geführt von ihm selbst,hierauf Barbou (7700) und endlich die Nachhut (1700). Die Straße warangefüllt mit einer langen Reihe von Wägen; der Marsch gieng sehr langsamund der Tag begann bereits anzubrechen, als die Vorhut beim Uebergange derBrücke des Ramblar mit Gewehrschüssen empfangen wurde.

Die von den Franzosen so übel angewendete Zeit war von dem rechtenFlügel des spanischen Heeres benützt worden. An demselben Abend, als Wedenach Baylen zurückkehrte, überschritt Reding den Quadalquivir zum zweiten Male.Am folgenden Tage vereinigte er sich mit Coupigny, worauf beide nach Baylenrückten, wo sie zu ihrem nicht geringen Erstaunen sich festsetzen konnten, ohneeinen Schuß zu thun. Der ganze Umfang des Vortheils durchschauend, welcherdas Glück ihnen hatte zu Theil werden lassen, beschlossen sie nach einigen Ruhe-stunden sich gegen Andujar zu wenden und Dupont aufzuheben.

An der Brücke des Ramblar stießen die gegenseitigen Truppen auf einander.Diese Stellung war gänzlich zum Nachtheile der Franzosen; während ihre Geg-ner ohne Mühe ihre Schlachtordnung formiren konnten, waren sie genöthigt, eindem feindlichen Geschütze ausgesetztes Defilee zu passiren, um sich entwickelnzu können. Gleichwohl gelang es ihnen, um den Preis beträchtlicher Opfer,ihre Linien herzustellen. Nach Maßgabe, als ihre Geschütze auffuhren, wurdensie auf der Stelle demontirt, so daß sie das lebhafte Feuer der Feinde nichterwidern konnten. Dieser Schwierigkeiten ungeachtet, gelang es Dupont, diefeindlichen Flügel im Zaume zu halten, deren Manöver ihü in das Defileezu drängen suchten. Als er jedoch die Mitte angriff, stieß er auf einen Wider-stand, über den er trotz allen wiederholten Anstrengungen, nicht mehr Herr zuwerden vermochte. Die Stunden verssossen, eine brennende Sonne erdrückte die