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[Band 1.]
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Macdonald zunächst sein Fußvolk antreten, mit der Richtung auf den Kirchthurmvon Süßenbrunn, so daß die Masse vorzugsweise den Punkt traf, wo die Gre-nadiere mit Kollowrath's Truppen zusammenstießen. Beide zeigten sich einessolchen Augenblickes würdig. Macdonald mußte bald unter ungeheuerm Verlustehalten und sich gegen Anfälle auf seinen Flanken decken. Ebenso unterliegt eskeinem Zweifel, daß die etwas zurückgebliebene Reiterei herbeigeholt ward, umzu bewirken, was dem Fußvolke nicht gelang, daß aber ihre Angriffe ebenfallskeinen Erfolg hatten. Schon dieser Umstand reicht hin, den Charakter des Ge-fechtes anschaulich zu machen; noch mehr geschieht es, wenn man bedenkt, daßNapoleon die junge Garde vorscndete. Etwas früher hatte die Division Wrededen Befehl erhalten, in die Schlachtlinie zu rücken, wo sie an die Stelle Mac-donalds trat, dessen sehr geschmolzene Abtheilungen sich hinter sie zurückzogen. Aufder ganzen Linie ward der Kampf durch heftiges Geschützfeuer fortgesetzt, ohnedaß einer von beiden Theilen zum unmittelbaren Angriffe schritt. Der Anstoßzur endlichen Wendung der Schlacht erfolgte vom französischen rechten Flügelher, nach welchem wir nunmehr zurückkehren.

Als Fürst Rosenberg in die Stellung zurückkehrte, blieb sein Vortrab vorwärtsMarkgrafen -Neusiedel und wurde erst nach langem Widerstände genöthigt, sichin und hinter diesem Orte aufzustellen. Davoust erhielt die Aufgabe, den linkenFlügel der Oesterreicher zu überwältigen; es ließ sich indeß voraussehen, daßmehrere Stunden verziehen würden, ehe die auf einen umfassenden Angriff ab-zweckenden Bewegungen außerhalb des Bereiches der feindlichen Artillerie aus-geführt waren.

Während das Gefecht bei Markgrafen - Neusiedel ununterbrochen fortdauerteund namentlich eine starke Geschützmasse gegen den Ort und die Stellung wirkte,überschritten die Divisionen Morand und Friant nebst der Reiterei der GeneraleGrouchy, Pully und Montbrun den Rußbach weiter unterhalb, verdrängten einigebei Ober-Siebenbrunn stehende Schwadronen und mochten um 10 Uhr die Gegendvon (/ZJ1) erreicht haben; die beiden andern Infanterie-Divisionen entwickeltensich ungefähr in C«F), die Kürassiere von Arrighi auf ihrem rechten Flügel.

Jene umfassende Bewegung konnte nicht unbemerkt bleiben; um ihr zu be-gegnen, stellte Fürst Rosenberg 7 Bataillone und 12 Schwadronen im Hackenauf (iO, hinter deren linken Flügel später die übrige Reiterei zurückgieng,die sich bisher am Fuße der Höhen behauptet hatte. Aber auch dieß reichte nichtaus, die Ueberflüglung zu verhindern und man war genöthigt, hier noch die5 Bataillone und 4 Schwadronen zu verwenden, welche Fürst Hohenzollern, vonOudinot nur durch eine Kanonade beschäftigt, zur Unterstützung sendete.

Die Divisionen Morand und Friant begannen gegen diese Linie anzurücken,nur kurze Zeit durch wiederholte aber erfolglose Anfälle der Reiterei in ihremMarsche aufgehalten. Sobald sie sich näherten, gieng ihnen die österreichischeInfanterie entgegen und warf nach einer auf 50 Schritte gegebenen Salve daserste Treffen mit dem Bajonett; unterdessen war nach hartnäckigem Widerstand,auch Markgrafen-Neusiedel durch den von Süden hervordringenden Feind ge-

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