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nommen, der linke Flügel der gegen ihn stehenden Linie etwas zurückgedrücktworden, so daß es ihr gelang, auf die Höhe bei dem Thurme einige Geschützezu bringen, deren Feuer die Hackenstcllung der Oesterreicher der Länge nach be-strick). Da in diesem kritischen Augenblicke die beiden höhern Anführer derselben,die Generale Nordmann und Mayer getödtct oder schwer verwundet fielen undzugleich 9 Bataillone von Friant einen neuen Anfall machten, so begannen dieOesterreicher endlich, die rühmlich vertheidigte Stellung zu räumen; diese Wen-dung mag etwa um Mittag eingetreten seyn, da das Vorrücken des Feuers derUmgehungs-Colonne auf den Höhen das Zeichen zu dem großen Angriffe in derMitte war.
Sogar jetzt noch versuchte Rosenberg, die Pofition westlich von Neusiedel zubehaupten und ließ einige Bataillone seines nunmehrigen linken Flügels gegenden Thurm eine Flanke bilden; es liegt in der Natur der Sache, daß dieserWiderstand nur von kurzer Dauer seyn konnte und die Nothwendigkeit des Rück-zuges bald unabweislich eintrat. Auch Oudknot nahm endlich unmittelbaren Theilan dem Kampfe, indem er Baumersdorf lebhaft angriff, welches jedoch von denTruppen Hohenzollcrns behauptet wurde, bis dieser sich durch die Entblößungseiner linken Flanke genöthigt sah, der rückgängigen Bewegung zu folgen. UnterDeckung ihrer Reiterei, die Infanterie in Bataillonsmassen, marschirten die beidenCorps, das 4te gegen Bockflüß, das 2te in der Richtung auf den Helmhof, wo-bei sich die hinter Wagram gelassene Brigade des ersten Corps ihm anschloß.Davoust folgte mit seinem ganzen Armeecorps in möglichst breiter Front, suchteaber hauptsächlich nur durch Geschützfeuer zu wirken, wobei die Abziehenden nochbeträchtlichen Verlust erlitten. Weniger leistete die zahlreiche Reiterei, da dieösterreichische die 3 Divisionen vom äußersten rechten Flügel in einem allgemeinenAnfalle zurückgewiesen hatte und fortwährend im Respekt erhielt, die Kürassiereaber, welche der Marschall rasch herbeizog, um in der Mitte einzubrechen, soübel empfangen wurden, daß sie in die Ebene zurückkehren mußten, um sich wiederzu ordnen. Eilf Uhr mochte vorüber seyn, als das österreichische 2te Armeecorps,die Truppen Oudinots unmittelbar hinter sich, den Rußbach in der Nähe desHelmhofes überschritt und Erzherzog Carl sich veranlaßt fand, auch den zwischenDeutsch - Wagram und Groß-Aspern fechtenden Heertheilen Befehl zum Rückzügezu geben. Er wurde gleichsam mit Echelons vom linken Flügel bewirkt und führteunter fortwährendem heißen Kampfe zunächst auf die Höhen hinter Stammers-dorf und Gerasdorf, wo das Feuer bis zum Abende fortdauerte, ohne daß dermit allen Waffengattungen nachdringende Feind weitere Vortheile hätte gewinnenkönnen. Alle unter Macdonald vereinigte Abtheilungen giengen über Süßenbrunn,die 2 Divisionen des Vicekönigs rechts von ihnen vor, links kam Masscna überLeopoldau heran.
Nachmittags 5 Uhr traf Erzherzog Johann mit 20 Bataillonen, 21 Schwa-dronen und 36 Geschützen bei Ober-Siebenbrunn ein, machte im Rücken desFeindes Gefangene, gewann aber bald die Ueberzeugung, daß hier durchaus