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[Band 1.]
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Der Verlust, welchen diese Unternehmung veranlaßte, bestes sich auf 1500Mann an Todten und Verwundeten. Unter den letztern befand sich unglücklicherWeise der Oberst Fletcher, welcher durch eine gefährliche Verletzung in den Unter-leib außer Stand gesetzt wurde, die weitere Aufsicht über die Belagerung zuführen.

In den Abendstunden des 19ten fiel der Regen in Strömen. Dieselbe Wit-terung dauerte mehrere Tage unausgesetzt fort und der Dienst in den Laufgräbenwar ungemein anstrengend und hart, auch konnten die Arbeiten, da das Terrainniedrig und die Laufgräben mit Wasser angefüllt waren, nur sehr langsame Fort-schritte machen.

Am 22ten schwoll der Guadiana zu einer solchen Höhe, daß er die Ponton-brücke wegriß; 11 Pontons sanken an ihren Ankern. Durch diesen Unfall wurdendie Schwierigkeiten, die Belagerungstruppen mit den nöthigen Mund- und Kriegs-bedürfnissen zu versehen, so sehr vermehrt, daß man eine Aufhebung der Belage-rung befürchten zu müssen glaubte. Die Thätigkeit der fliegenden Brücke wurdezwar nicht gänzlich gehemmt, allein die Gewalt der Strömung gestattete nur einesehr langsame Bewegung derselben.

Die Arbeiter standen in den Laufgräben bis an das Knie im Wasser, denndiese füllten sich eben so schnell wieder, als sie geleert wurden. Die Truppensetzten indeß ihre Arbeiten in dem vollen Vertrauen auf die Einsicht ihres Führersmit rühmlicher Ausdauer fort, während der Anblick des Feindes, der Donnerdes Geschützes dazu diente, ihre Gemüther in einer wohlthätigen Aufregung undSpannung zu erhalten.

In der Nacht des 24tcn März waren 6 Batterien vollendet, welche zusammenmit 10 Vierundzwanzigpfündern, 11 Achtzehnpfündern und 7 Haubitzen armirtwurden. Sie eröffneten ihr Feuer in den Mittagsstunden des 25ten. Zwei dieserBatterien waren gegen das Fort Piccurina, die übrigen gegen die Werke desPlatzes, welche zur Vertheidigung des Forts in Thätigkeit waren.

Das Geschütz des Forts wurde bald zum Schweigen gebracht, die Werkeselbst hatten jedoch nur sehr wenig Beschädigung erlitten. In dem bedeckten Wegewaren allerdings einige Pallisaden zusammengeschossen, allein mit Ausnahmedieser unbedeutenden Zerstörungen war das Außenwcrk noch in einem Zustande,der jedem Angriffe trotzen konnte.

Indeß beschloß Wellington, daß noch in derselben Nacht ein Angriff auf dasWerk geschehen sollte. Die Leitung dieses Unternehmens wurde dem General-Major Kempt übertragen. 500 Mann wurden zur Ausführung desselben bestimmt.Eine Abtheilung von 200 Mann erhielt Befehl, das Werk in der Kehle anzu-greisen; eine andere sollte sich auf die Verbindungslinie der Stadt werfen undmit der einen Hälfte ihrer Mannschaft die Annäherung feindlicher Unterstützungenverhüten, mit der andern aber den Angriff unterstützen, während eine Reservevon 100 Wlarn, in der äußersten Batterie formirt, den Hauptangriff durch eineLeiterersteigung in der Front unterstützen sollte. Um 10 Uhr des Nachts wurdedas Signal gegeben und die Truppen rückten vor. Das Feuer der Kehle war so

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