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[Band 1.]
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heftig und die Hindernisse erschienen so groß, daß die Truppen es trotz der größ-ten Anstrengungen unmöglich fanden, auf diesem Punkte einzudringen. DiejenigeHälfte des 2ten Detaschements, welche Befehl hatte, den Angriff auf die Kehlezu unterstützen, eilte indessen nach dem vergeblichen Versuche, unter dem feindli-chen Feuer über die Pallisaden zu gelangen, um die linke Flanke des Werkesherum, in der Absicht, einen günstigen Punkt zur Ansehung der Leitern zu ent-decken; sie legte dieselben endlich an "und war noch in einem heißen und zwei-felhaften Kampfe verwickelt, als General Kempt die Reserve heranzog. Schnellund kühn erstieg diese die Mauer, mancher tapfere Streiter ward dabei von denfeindlichen Bajonetten in die Tiefe hinabgestoßen; aber das Detaschement er-kämpfte glücklich die Brustwehr und nach einem kurzen, wiewohl blutigen Gefechteward das Werk erobert.

In der Stadt wirbelten die Trommeln und die Trompeten bliesen Allarm,Raketen und Leuchtkugeln stiegen in die Lüste, das Geschütz feuerte von allenWällen, als ob man eine Ueberrumplung befürchte und in der Richtung von demFort Piccurina wurde ein Ausfall unternommen, welcher jedoch augenblicklich zu-rückgewiesen ward.

Die Zahl der Truppen, welche in dem Fort zu Gefangenen gemacht wurden,bestand aus 80 Mann nnd den Offizieren.

Die zweite Parallele wurde nun vor dem Fort Piccurina eröffnet und nach-dem die nöthigen Enfilir- und Bresche-Batterien errichtet waren, donnerten dieGeschütze gegen die starken Wälle der Stadt. Am Morgen des 3ten April wa-ren 2 brauchbare Breschen erzielt; die Hauptbresche war von großem Umfange,und der Abhang beider schien zum Ersteigen bequem.

Wellington, welcher wegen der Nähe Soults, den drohenden DemonstrationenMarmonts an der Grenze von Beira keinen Augenblick verlieren durfte, beschloß,den Platz noch an demselben Abende zu stürmen. Allein eine nähere Besichtigungergab, daß die Bresche durch starke innere Abschnitte geschützt war. Diese Ent-deckung bewog den brittischen General', die Unternehmung noch um 24 Stundenzu verschieben, indem er diese Zeit dazu benützte, ein heftiges Feuer gegen dieCurtine zwischen den beiden Breschen zu richten, damit ein dritter Zugang er-langt ward, vermittelst dessen die Abschnitte in dem Rücken zu nehmen seynmöchten.

Es war gerade in dieser Periode der Belagerung, als die fünfte Division,welche in Beira zurückgeblieben war, bei der Belagerungsarmee eintraf. DasBeobachtungscorps unter Sir Rowland Hill zog sich langsam vor dem MarschallSoult zurück. Wellington ließ 2 Bogen von der Brücke zu Merida abbrechenund nahm seine Aufstellung bei Talavera.

Da das Mauerwerk der Eurtine dem Feuer aller englischen Batterien ausge-setzt war, so stürzte diese Curtine bald zusammen und auf diese Weise wurde ineinem Tage eine dritte Bresche erreicht. Am 6ten April um 10 Uhr Abends gabsofort Lord Wellington den Befehl zum Sturme.

Zwei Divisionen unter dem Oberst Barnad und dem General Coloville waren