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angewiesen, die Breschen zu stürmen; der General Picton erhielt die Bestim-mung, mit seiner Division das Castell zu ersteigen und General Leith sollte mitder seinigen die Bastei Sau Vincente, am entgegengesetzten Ende der Stadt an-greifen.
Die Divisionen brachen zu gleicher Zeit und in stiller Ordnung aus den Pa-rallelen auf. Die Stadt war in Finsterniß gehüllt, sobald aber die zur Ein-nahme der Bresche bestimmte Colonne das Glacis gekrönt und in den Graben ge-langt war, verwandelte sich die Dunkelheit der Nacht in das hellste Licht unddie bewaffneten Walle, so wie der gerüstete Feind stellten sich den Truppen sodeutlich, wie im reinsten Sonnenglanze dar. Aus allen Mündungen der gegensie gerichteten Geschütze und Gewehre schoß ein mörderischer Eisen- und Blei-Regen hervor und unter dem blendenden Glänze von zahllosen Leuchtkugeln stiegein dickes, bleifarbiges Kriegsgewölk zum Himmel empor.
Die Truppen sprangen in den bedeckten Weg, dessen Pallisaden durch dasFeuer der Batterien zerstört worden waren; der Graben wurde mit Heusäckengefüllt, die Leitern wurden hinuntergelassen und in wenig Augenblicken standendie Stürmenden im Graben. Plötzlich flog eine unzählige Menge Flackerminen,Bomben und andere tödtliche Geschosse im Graben und am Fuße der Bresche indie Lust. Das Getöse war fürchterlich und die Wirkung schrecklich; allein ob-gleich eine augenblickliche Verwirrung einriß, so erlitt doch der Angriff selbst keinStillstand. Die 4te Division stürmte ein verfallenes und unvollendetes Ravelinhinan, in dem Wahn, die große Bresche zu ersteigen; auf der Krone desselbenangelangt, entdeckte sie aber, daß sie noch durch einen steilen Abhang von derBresche getrennt war und hier stund sie vorn Kopfe bis zum Fuße dem Feuerder Besatzung ausgesetzt. Ohne den ^Befehl dazu abzuwarten, begann sie indeßdas Feuer zu erwiedern. Da die Spitze der leichten Division unter dem Raucheund Getöse ein wenig zu weit rechts gerathen war, so stieß sie hier mit der4ten Division zusammen und die Offiziere fanden es sehr schwierig, die Ordnungwieder herzustellen und die Truppen auf die wichtigen Angriffspunkte zu führen;allein die unerschütterliche Festigkeit, welche sie bei dieser Gelegenheit an den Taglegten, siegten über alle Hindernisse; sie erreichten mit ihren Colonnen glücklichdie Bresche.
Die Hauptbresche aber war von dem Feinde in einen furchtbaren Vertheidi-gungsstand gesetzt worden. Beinahe der ganze Abhang derselben war mit Bohlen,in welche eiserne Zacken eggenartig befestigt waren, bedeckt. Auf dem Gipfelwurzelte ein Wald von spanischen Reitern, mit Degenklingen gespickt, fest in derErde. Die kühnsten Herzen, die stärksten Arme vermochten es nicht, sich einenWeg durch diese Hindernisse zu bahnen. Die tapfern Truppen sahen sich in ihremVordringen aufgehalten. Ein mörderischer Eisenregen ergoß sich während dessenvon den Wällen auf ihre dicht zusammengedrängte Masse und der größte Theildieser Tapfern stürzte entseelt, oder zum Kampfe unfähig, auf dem Schüttenieder.
Außer Stand, sich gewaltsam Bahn zu brechen und doch den Rückzug ver-
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