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Alan derUmgegendvon Riga.
gleich war es höchst dringend, dem von Uszacz her drohenden Feinde zuvorzu-kommen, welchem allerdings feine Uuthätigkeit während der vcrhängnißvollenNacht eben so sehr zum Vorwürfe, als dem Marschall St. Cyr zum besondernund nicht erwarteten Glücke gereichte.
General Wrcde, der die Anführung des kleinen Corps übernahm, theiltedasselbe in 3 Colonnen und setzte sich am 20ten October halb 2 Uhr Morgensin Bewegung. Er selbst führte die mittlere Colonne, aus 2 Infanterie-Regi-menter, der Reiterei von Corbineau, einem Kürassierregiment und 1,% Batteriebestehend. General Ströhl mit den wenigen Baiern, die früher Disna besetzthatten, fSatterie und einer kleinen Reiterabtheilung sollte rechts der Düna ent-lang ziehen, links General Amcy mit 2 Infanterie-Regimentern, % Batterieund einer Schwadron gegen Rudm'a gehen, dort die Uszacz überschreiten und denFeind in der rechten Flanke fassen. Die mittlere Colonne stieß in dem durch denWald von Bononia führenden Hohlweg auf den entgegenkommenden Feind. Esentstand ein hartnäckiges Gefecht, endlich aber wichen die Russen trotz ihrerUcberzahl und zogen sich ganz aus dem Walde, über die Uszacz und sogar vomlinken Ufer zurück. General Ströhl war inzwischen bis an die Mündung derUszacz, Amey nach Rudm'a gelangt; aber dieser unterließ den ihm vorgeschriebenenAngriff und so vermochte Wrede bei seiner Schwäche dem Feinde nur bis Bes-zenkowiczy zu folgen. In dem kurzen Gefechte aber hatte er ihm 1500 Gefan-gene abgenommen. Auf Befehl des Marschallö nahm er jetzt seine Stellung beiRudnia.
Der Verlust der Franzosen an Todten und Verwundeten vom 18ten bis 20tenOktober wird auf 6600 Mann, der der Russen auf noch einmal so viel geschätzt.Am 20tcn Oktober ward das verschanzte Lager von Rudnia von Wittgensteinnochmals angegriffen, wie dies bereits Tags zuvor vergeblich geschehen war.Am 21ten Oktober Nachmittags gieng Wittgenstein oberhalb Polotzk über dieDüna und St. Cyr, viel zu schwach, ihm eine Schlacht zu liefern, ließ nunseine beiden Armeecorps, deren Commando er wegen seiner Wunde aufgeben mußte,den Rückzug nach Ula antreten, um sich mit dem 9ten Armeecorps zu verbinden.
Diese ganze Zeit hindurch befand sich Macdonald mit einem Theile der Divi-sion Grandjean ruhig zu Dünaburg, die Schleifung der Festungswerke emsig be-treibend. Die andern Truppen dieser Division hielten Jacobstadt und Friedrichs-stadt besetzt. Die Preußen umschlossen fortwährend Riga auf dem linken Uferder Düna in weitem Kreise, die Ankunft des Belagerungsgeschützes erwartend.Zu Anfang Augusts legte ihr Oberbefehlshaber, General Grawert, unter dem Vor-wande von Kränklichkeit den Befehl nieder und gieng nach Hause. Die wahreUrsache davon war, daß Grawert sich nicht wohl unter den französischen Mar-schall fügen konnte. Als die Verhältnisse sich geändert hatten, wurde von preus-sischer Seite angedeutet, daß Macdonald im eroberten Lande auf Kosten der preus-sischen Truppen sich habe bereichern wollen, welches zuzugeben Grawert mit sei-ner Pflicht nicht habe vereinbaren können. Inzwischen rühmten die Bewohner