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gen Minsk vorzurücken, sich der Stadt und des Ueberganges über die Pinna zu bemächti-gen und das Heer gegen unvermuthete Uebersälle von dieser Seite zu decken. Die Haupt-macht aber rückte gegen Pruzani vor, rechts die Sachsen, links die österreichischeDivisionen Siegenthal und Bianchi und die Reiterei des Generals Frimont undin der Mitte die Division des Generals Trautenberg. Als am 8ten die österreichischeHauptmacht bei Kartusa-Beresa über die Jaselda gesetzt hatte, stieß GeneralFröhlich, der mit 2 Husaren-Regimentern vorauszog, bei dem Rittergute Bladenauf die zahlreiche russische Reiterei unter dem General Lambert. Ehe noch dasFußvolk und die Reserve-Reiterei heran kommen konnte, griff Fröhlich die Russenan und warf sie bis auf das Städtchen Segnewiczi zurück. Da sie hier zu festemWiderstand entschlossen schienen, so wurde die Division Siegenthal abgesendet,um die Sümpfe zu umgehen, die ihre rechte Flanke deckten. Noch hatte aberdiese Division den weiten Umweg nicht zurückgelegt, als die österreichische Rei-terei nach einem Gefechte von 2 Stunden die. Russen aus Segnewiczi vertrieb,wobei der tapfere Oberst von Horwatlf'der Kaiser-Husaren fiel.
Nach diesem glücklichen Gefechte wendete sich Schwarzenberg mit seiner Haupt-macht rechts gegen Pruzany, während die Division Sicgcnthal sich zur Linkenauf dem Straßcndamm festsetzte, der nach Antopol führt und General Mohr sichbei Scitin aufstellte, um die Uebcrgänge über die Jaselda bei Chomsk und Kar-tusa-Beresa zu decken, welche die Linie des Rückzuges und der Verbindungmit Slonim beherrschten. Ehe noch am 10ten die Oesterreicher Pruzany erreich-ten, war Reynier mit den Sachsen eingetroffen und fand den General Lambertmit einem starken Nachtrab vor dem Städtchen aufgestellt. Dem Angriff derSachsen widerstand Lambert so lange, bis die österreichische Reiterei anlangteund das Regiment Kienmcyer-Husarcn ihn in der Flanke anfiel, worauf erPruzany räumte und sich auf die Höhen von Koschibrod zurückzog.
Vor diesen Höhen lag ein breiter Morast, über den man nur auf dem Stra- Plan r»rßendamme setzen konnte. Lambert hatte ein Wirthshaus beim Anfang des Dammesmit Fußvolk und 3 Stücken Geschütz besetzt. In das Gesträuche zu beiden Seiten ii^Ügufthatte sich Fußvolk geworfen und das Geschütz auf den Höhen bcstrich den 1200 ( 31 . JuliSchritte langen Damm in seiner ganzen Ausdehnung. Alle diese Schwierigkeiten ck«<k.).schreckten aber die Oesterreicher der Division Trautenberg nicht zurück. Der tapfereOberst Suden griff mit dem 5ten Jägerbataillon das Wirthshaus an, nahm esweg und eroberte eine Kanone. Ein St. Georger Grenzbataillon und eines vomRegiment Duka warfen sich zu beiden Seiten des Dammes in die Gebüsche undnöthigten die Russen zum Rückzug auf die Höhen. Die Jäger und die Waras-diner - Grenzer drangen hierauf, durch den Morast watend, auf die Höhen losund da eine andere Abtheilung durch einen Wald herankam und die linke Flankeder Russen bedrohte, so traten diese ihren Rückzug an, um über den Engpaß vonHorodeczna sich in die Stellung zu begeben, welche Tormaffow sich zur Schlachtausersehen hatte.
Dieß war eine Reihe von Höhen, vor deren Front ein breiter und tieferMorast lag, über den nur auf zwei Dämmen zu kommen war. Der erste dieserDämme war die hohe Straße, die von Horodeczna über jene Höhen nach Kobryn