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führt; der 2te Weg, auf dem man von Podubine auf die Höhen und auf die Straße vonKobryn gelangt. Der rechte Flügel und der Mittelpunkt der Russen standen vordem ersten Damm, Horodeczna gegenüber. Ihr linker Flügel stand Podubine ge-genüber vor dem 2ten Damme. 60 Kanonen bcstrichen die Zugänge dieser Stel-lung und eine starke Reserve an Fußvolk und Reiterei stand zum Schutze des lin-ken Flügels bereit, welcher der schwächste Punkt der Stellung und zugleich derschwierigste war, weil hier die Straße nach Kobryn hinzog. Dessen ungeachtethatte Tormassow eine entscheidende Maaßregel zur Sicherung seines linken Flügelsversäumt. Rechts von Podubine liegt nämlich ein Wald, durch den der Wegvon Szereszow nach Kobryn führt. Dieser Wald, durch den man auf trockenemBoden am Sumpfe vorbei auf die Straße nach Kobryn kommen kann, war derSchlüssel des russischen Lagers und Tormassow hatte ihn besetzen zu lassen ver-säumt. So veranlaßte er selbst, daß er in einer Stellung, die auf den erstenAnblick unüberwindlich schien, von einer Macht überwältigt wurde, die der sei-nigen durchaus nicht so überlegen war, daß dadurch der ausscrordentliche Vortheilder trefflichen Stellung ausgewogen worden wäre.
Als am Uten August die Ocsterreicher bei Horodeczna, die Sachsen unterReynier bei Podubine angelangt waren und den Feind jenseits in Schlachtord-nung erblickten, so bemerkten ihre Heerführer sogleich den großen Fehler, denTormassow durch die Vcrnachläßigung des Waldes begangen hatte. Reynier ließihn noch während der Nacht besetzen und da es die Aufstellung mit sich brachte,daß der Hauptangriff von dem schwächer« sächsischen Chor geschehen mußte, sogab ihm Fürst Schwarzenberg die 2 ungarischen Infanterie-Regimenter Alvinzyund Symbschen von Bianchi's Division und die 2 Regimenter Oreilly und Hohen-zollern, leichte Pferde, zur Unterstützung bei. Mit den übrigen österreichischenTruppen, Fußvolk und Reiterei, blieb Schwarzenberg der Front der Russen ge-genüber stehen. Die Division Siegcnthal besetzte das von den Russen verlassenePodubine.
Nachdem Reynier am Morgen des 12ten hindurch alle Anstalten zum Angriffmit der höchsten Einsicht und Thätigkeit getroffen, brachen um 11 Uhr die Sach-sen aus dem Wald hervor. Aber das Feuer aus 40 Stücken Geschützes donnertesie nieder und zwang sie, in den Wald zurück zu weichen. Seinen Fehler erken-nend, ließ nun Tormassow eilig die Reserve auf die äußerste linke Flanke rückenund befahl allen Truppen, die auf dem rechten Flügel entbehrt werden konnten,wo der Sumpf vor allen Gefahren deckte und die Scheinbewegungen der Oester-reicher ihnen keine Bcsorgniß einflößte, nach dem Linken hinzuziehen. Durchdie zur Hülfe herbei eilenden Truppen wurde die Linie des linken russischen Flü-gels so verlängert, daß Reynier den Gedanken, ihn zu umgehen, aufgeben und sichdarauf beschränken mußte, sich im Walde gegen die heftigen Angriffe zu behaup-ten, welche die Russen nun auf diesen Punkt richteten, um den Verlornen Vor-theil wieder zu erringen. So wüthete der Kampf den Nachmittag über fort,ohne daß es den Sachsen oder den Russen gelungen wäre, Boden zu gewinnen.
Um den Sachsen die schwere Arbeit zu erleichtern, befahl gegen Abend FürstSchwarzenbcrg dem Prinzen von Hessen-Homburg, dessen hohe Eigenschaften