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[Band 2.]
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Lager nordöstlich gerade nach Borowsk rücken würde, so war die Hauptmasse derTruppen, um in solchem Falle nicht im Rücken genommen und vonMojaisk ab-geschnitten zu werden, bei Borowsk stehen geblieben. Delzous selbst hatte Befehl,mit seiner Division zurück zu gehen, wenn er im Rücken Kanonendonner verneh-men würde. Am 24ten Morgens erschienen mit Tagesanbruch die Russen in derEbene der Lusa, die auch ohne Verzug zum Angriff schritten. Kaum vernahmder Vicekönig im Lager bei Borowsk das Schießen, so schwang er sich zuPferde und eilte mit seinem Gcneralstab aus den Schauplatz des Kampfes.Seinen übrigen Divisionen aber sendete er Befehl, ihm schleunigst zu folgen.Als er an dem User der Lusa ankam, fand er die Truppen Delzous schon vonden Höhen herabgeworfen und die Russen im Besitze des Städtchens. Der Vice-könig befahl sogleich den Angriff mit der ganzen Division. Die Russen warenstark, hatten den Vortheil der Stellung und vertheidigten sich tapfer. Der ersteSturm mislang, ein zweiter aber führte die Franzosen bis an den Eingang desStädtchens. Da hier eine Flintenkugel dem General Delzous das Haupt zer-schmetterte, so wankten seine Truppen aufs Neue. Als hierauf General Guilleminot,der Chef des Generalstabs, vom Vicekönig gesendet, sich rasch an ihre Spitzestellte und die ganze Division Broussier zur Unterstützung anrückte, so wurden dieRussen endlich nach fürchterlichem Kampfe wieder aus dem Orte hinaus ge-schlagen.

Unterdessen waren aber immer neue russische Truppen auf dem Wege vonTarutina hergerückt nnd hatten sich auf der Ebene hinter Malo-Jaroslawetzin Schlachtordnung aufgestellt. Frische Schaaren unterstützten die um den Besitzdes Städtchens Kämpfenden und es gelang noch einmal, die Franzosen hinauszu-treiben und den Hügel hinabzuwerfen. Nun ließ der Vicekönig auch die DivisionPino vorrücken und am Kampfe Theil nehmen. Die Italiener drangen lebhaftvor, wurden aber nach kurzem Erfolge wieder zurückgeworfen, bis die Jäger derGarde ihnen zu Hülfe eilten, das rasche Vordringen des Feindes hemmten undunter schrecklichem Kartätschenfeuer die verlorene Stellung wieder nahmen. End-lich standen die Russen vom Kampfe ab und überließen den Franzosen den Besitzdes brennenden und mit Leichen gefüllten Ortes. Das Feuer des Geschützes dauertenoch eine Zeitlang fort, aber das Treffen war so gut als beendigt, als amAbend die Divisionen Gerard und Compans vom Itcn Corps zur Unterstützung des4ten ankamen. Die ersten stellten sich rechts, die letzten links vor dem Städtchenauf. Erst um 6 Uhr schwieg das Feuer des groben Geschützes und das Schießender Plänkler.

In diesem mit furchtbarer Heftigkeit durchgefochtenen Treffen hatten sich nurdas 4te französische und das 6te russische Corps mit einander gemessen. Von denFranzosen und Italienern mochten etwa 20,000 zum Schlagen gekommen seyn.Die Truppenzahl des 6ten russischen Armeccorps war geringer, in so fern cs wirk-lich keine Unterstützung von andern Theilen des Heeres erhalten hatte. Von jederSeite wurden tausend Mann getödtct und verwundet. Doch war der Verlustder Franzosen der größere. Die Generale Delzons und Laniö waren gctödtet