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[Band 2.]
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die Colonnen zu verbinden; doch mit Anbruch der Nacht war gleichwohl der ganzeRaum zwischen Taucha und Leipzig verloren.

Diese zwei furchtbaren Tage der Riesenschlacht kosteten den Franzosen50,000 Mann; und noch eine Schlacht stand bevor!

Diese konnte von Napoleon nicht mehr gewagt werden; auch hatte er keineMunition mehr; die Parks boten nur mehr 10,000 Schüße; 220,000 waren inden zwei Schlachttagen verschossen worden. Jetzt galt es, ernsthaft an den Rück-zug zu denken, der nun eine Nothwendigkeit geworden; er wurde in der Nachtangetreten.

Napoleon hatte bereits den Tag über Ordre gegeben, drei Brücken über dieElster zu schlagen; aber bei der Verwirrung die im Gencralstab herrschte, wurdeder Befehl nicht vollzogen; die Schuld trägt der Major General.

Am andern Tag in der Frühe begann von Seite der Alliirten der Sturmauf die Stadt, die Vorstädte noch vom kltcn, 8tcn und 5ten und einem Reste des3ten und 7ten Corps vertheidigt, waren bald genommen. Jetzt wurden dieMauern forcirt, und Benningsens 48pfünder fuhren auf in 600 Schritt Nähe,Bresche zu schießen. Mit Mühe ließen sich die tiraillirenden Vortruppcn vonden Schießlöchcrn der Mauer, durch welche sie in die Stadt feuerten, entfernen-

Da erschien eine Deputation des Leipziger Magistrats, und sie wurde auf denThonberg geführt, wo die Souveraine hielten — man bat in des Königs Namenum Waffenstillstand bis zur Räumung der Stadt. Die Souveraine schickten denGeneral v. Toll und Oberst von Ratzmer zum König von Sachsen zur mündli-chen Eröffnung, daß ungesäumte Uebergabe der Stadt verlangt würde; so langediese nicht erfolge, müßte der Sturm fortgesetzt werden.

Um 10 Uhr hatte Napoleon, nachdem er vom König von Sachsen schon um7 Uhr Abschied genommen, und ihm gestattet mit den Verbündeten Unterhandlunganzuknüpfen, Leipzig verlassen. Er mußte, da die Straße zum Vorstädter-Thorschon gänzlich mit Wagen verstellt war, den Umweg durch das Petersthor längsder Pleisse nehmen.

Bald hierauf wurde ein Thor um das andere erstürmt; das Feuer zog sichin's Innere der Stadt. Die Franzosen von allen Seiten gedrängt wichen Schrittfür Schritt zur Brücke hin, welche sie über die Elster zu passiren hatten. Nochkämpften sie in guter Ordnung nnd in kriegerischer Haltung; — da mit einem-male blitzt es auf, ein Donnerschlag — die Brücke ist in die Luft gesprengt, dereinzige Rettungsweg derer die den Kampf in der Stadt noch aufrecht halten— und ein Schrei des Entsetzens folgt der Explosion nach, die ein Werk derUebcreilung und des Wirrwarrs gewesen.

Oberst Montfort nemlich, beauftragt die unterminirte Brücke zu sprengen,wenn alle Truppen dieselbe passirt hätten hatte sich, um das letzte Corps genauzu erfahren, nach Lindenau zu Berthier begeben. Unterdessen näherte sich dasGewehrfeuer der Brücke. Die Tirailleurskugeln erreichten dieselbe bereits; da verlor derUnteroffizier des zurückgelassenen Sapeur-Postens die Besinnung, er vergaß des OberstenOrdre, der ihm geboten, nichts ohne seinen oder des die Arriörcgarde commandirenden

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