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[Band 2.]
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Unteroffizier gesprengt. Die Verwirrung erreicht nun den höchsten Grad, das Gefecht Hortgrößkentheils auf, und die Reste des 7ten, 8ten, ttten, 3ten und 5ten Corps, weiche dieBrücke noch nicht paffirt haben, werden gefangen.

Die französische Armee zählte kaum mehr 80,000 Bewaffnete. Eilenden Fußeserreichte sie in Weißensels Bcrtrand, wo dieser von Giulay, der Naumburg ein-genommen, im Schach gehalten wurde. Da dem Kaiser jede fernere ZögcrungVerderbcndrohend geworden, gab er Befehl sich auf kein Corps-Gefecht mehreinzulassen, sondern ungesäumt über die Saale und Unstrut Brücken zu schlagen,und den Weg nach Freyburg zu nehmen. So geschah. Hier aber, wie auch dienahende Gefahr allenthalben zur Eile trieb, mußte ein Theil Halt machen, undsich auf einen Augenblick formiren um Oudinot, der mit 2 Divisionen jungerGarde die äußerste Nachhut bildete, und der noch weit zurück war, vom Unter-gänge zu retten. Ein Schwärm von Tiraillenrs mußte hinaus, auf die Gefahrhin selbst abgeschnitten zu werden, um die Dcfilöcn der Unstrut und der Saalebis zum Aeußersten zu halten. Endlich traf der ängstlich Erwartete ein, und nungings im Eilmärsche weiter, die Vorangegangenen einzuholen.

Weimar mußte gemieden werden, denn schon waren Platow's Kosaken alsVorhut der böhmischen Armee dort angekommen, und tummelten sich auf der Ebene,die sich vorwärz Eckardsberg ausdehnt, herum.

Am 22sten October erreichte Napoleon Erfurt. Dort waren Magazine undArsenale, und sie wurden geöffnet und der Vorrath unter die eintreffenden Hau-fen des flüchtigen Heeres vertheilt. Mit Waffen und mit Munition wieder ver-sehen, die Colonnen geordnet und vereint, gewährte er den Truppen unter demSchutze der Festung 2 Tage nothwendiger Rast.

Hier erfuhr er, daß dagegen die Alliirten nicht gerastet, daß WittgensteinNaumburg erreicht, Schwarzenberg in Weimar, Blücher zu Sömerda angekom-men, daß Bernadotte und Benningsen auf dem Marsch nach Cassel begriffen seyen;er erfuhr ferner, daß eine östreichisch-bayerische Armee im Anmarsch wäre, ihm dieStraße nach Frankfurt zu verlegen.

Wirklich war Marschall Wrede mit 30,000 Mann über Würzburg wo ihnGeneral Türreau mit 12,000 Mann nicht aufzuhalten vermochte nach Frank-furt aufgebrochen. Er kam nach Hanau, und warf sich hier der anrückendenArmee mit aller Entschlossenheit entgegen. Der Platz war vortrefflich gewählt.

Hanau ist am rechten Ufer des Mayn's gelegen, an der Mündung der Kinzig,die ein kleiner Fluß von ihrem Ursprung an die Erfurter Chaussee rechts begleitet, beiGelnhausen dieselbe durchschneidet und hierauf die Straße 6 Stunden lang links verfolgt.

Von Gelnhausen weg ist aber diese Straße ein langes Difilöe, das, noch durchdie Waldung von Hanau verengt, für einen Heereszug höchst gefährlich werden konnte.

Wrede besetzte also den Ausgang des Waldes, und 80 Kanonen deckten dieFront. Er gedachte, die hier retirirenden Massen so lange aufzuhalten, bis dieAlliirten im Rücken dieselben erreicht haben würden, in welchem Fall die ganze Heeres-