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Versailles, Plessis-Piquet und Chatillon, zwar auch in einem coupirten Terrain,aber doch die eigentlichen Defileen umgehend, einschlagen können. Wenn man aufdem ersten Wege zu viele Schwierigkeiten fand, so blieb nur übrig, die Umgehungauf dem zweiten Wege über Versailles zu erzwingen.
Das Terrain, nördlich von diesen beiden Angriffsdefilöen, bleibt fortwährendbeherrschend und bildet bei dem Mont-Valerien eine isolirte Anhöhe; von welcherman die Gegend vorwärts, so wie links gegen Neuilly übersehen kann.
Verfolgt man das Plateau gegen La Tomelle, so ist man im Stande bis zumMontmartre und bis St. Denis zu beobachten. Hinter dem Mont-Valerien fälltjedoch das Terrain gegen Colombes und seitwärts gegen Villeneuve ab.
Bei einem Vorrücken der Armee in den zuvor bezeichneten Richtungen wurde esnothwendig, das so eben beschriebene Terrain zu beobachten und besonders den Punktvon Ncuilly, wo der Feind noch eine Brücke zum Debouschiren besaß, genau imAuge zu behalteu.
DerFeldmarseballFurstBlücherbeschließl, am2.Juli sich der vortheilhaftenAufstellung bei Meudon und Clamarl zu bemächtigen.
Nach dieser Ansicht der localen Verhältnisse um Paris auf dem linken Ufer derSeine, beschloß Feldmarschall Fürst Blücher, durch ein Vorrücken seiner Armee inzwei Colonnen gegen Meudon und Chatillon, sich der vortheilhaften Stellung aufder Südseite von PariS zu bemächtigen. Die linke Flügclcolvnne, welche den Wegzunächst der Seine einschlagen sollte, wurde durch das erste Armeecorps gebildet,und die rechte Flügelcvlonne, aus dem dritten Armeecorps bestehend, sollte die Um-gehung dieser Defileen über Versailles gegen Chatillon ausführen. Das vierte Armee-corps wurde angewiesen, als Reserve in der Richtung auf Versailles zu folgen.
Glückte der Angriff des ersten Armeecorps, so konnte das dritte Corps, beiChatillon angekommen, den Feind in die linke Flanke fassen, und beide Corps ver-eint die Franzosen bis hinter die Barrieren von Paris zurückwerfen. Das vierteArmeecorps blieb zur Disposition für jeden eintretenden Fall, und konnte sowohlzur Unterstützung der linken, als der rechten Flügelcolonue verwendet werden. Dieganze Reserve-Reiterei des dritten und vierten Corps wurde bei denselben sürOffensiv-Maßregeln bereit gehalten.
Dem General Thielemann wurde befohlen, sich den 2. Juli mit Tagesanbruchin Bewegung zu setzen, und über Marly nach Rocquencourt zu marschiren. Die Vor-hut sollte bis Versailles vorgeschoben werden, das Corps hingegen so lange haltenbleiben, bis das erste Armeecorps herangekommen sei und sich mit demselben aufgleiche Höhe gesetzt haben würde. Sobald dies geschehen, sollte die Fortsetzung desMarsches über Versailles auf Plessis-Piquet gegen Chatillon ausgeführt werden,um hier nach Befinden der Umstände das Debouschiren des ersten Armeecorps zuerleichtern und überhaupt mit demselben vereint zu agiren.
Generallieutenant von Zieten erhielt die Weisung, gleichfalls mit Tagesanbruchsich in Marsch zu setzen und über St. Germain, Marly und Rocquencourt vorzu-rücken, hier aber sich auf Vaucresson, Sevres gegen Meudon und Jssy zu wenden,und die Verbindung mit dem dritten Corps aufzusuchen. Ein Seitendetaschement,welches auf der großen Straße gegen Paris vorgeschoben werden sollte, hatte sichvon Malmaison gegen St. Cloud zu dirigiren und in Verbindung mit dem Deta-schement des Majors von Colomb die Brücke von Neuilly und das Terrain linksder direkten Straße auf Paris zu beobachten.
Dem General Grafen von Bülow wurde aufgetragen, mit seinem CorpS sichgleichfalls mit Tagesanbruch über St. Germain nach Versailles zu begeben und hierdie weiter» Bestimmungen zu erwarten.