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[Band 2.]
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die Franzosen beträchtlich verstärkt wieder vor. Die zweite Brigade wurde hieraufzur Verstärkung der ersten befehligt, so wie dem ganzen preußischen ersten Armee-corps der Befehl ertheilt, zu den Waffen zu treten.

General von Zieten bat den Feldmarschall Fürsten Blücher um eine Unter-stützung von zwei Brigaden des vierten Corps und ersuchte den General v. Thiele-mann, daß er, dem vom Oberkommando bereits früher gegebenen Befehle gemäß,von Chatillon vorrücken und den Feind in seiner linken Flanke bedrohen möchte.

Unterdessen hatten die Franzosen ihren zweiten Angriff auf Jssy ausgeführt, warenjedoch gleichfalls wieder zurückgeworfen worden. Der Feind setzte hieraus sein Feuermit Paßkugeln und Kartätschen fort und versuchte noch einige, jedoch weniger allge-meine Angriffe auf Jssy, ohne ein glückliches Resultat zu erzwingen.

Die Franzosen überzeugten sich vielmehr, daß es ihnen nicht einmal gelingenwürde, die Vorhut zurückzuwerfen, ohne ein ausgedehntes Gefecht zu wagen, indessen Verfolg die Vorstädte von Paris sehr leicht mit Sturm erobert werden konnten.

Nachdem daher die mit vieler Erbitterung geführten Angriffe der Franzosen aufJssy und die tapfere und kräftige Vertheidigung der Preußen beinahe vier Stun-den gewährt hatte, zog sich der Feind gegen Paris zurück. Die preußischen Ti-railleurs folgten sogleich und kamen bis nahe an die Barrieren der Hauptstadt.

Don französischer Seile wird ein Waffenstillstand nachgesucht.

Das Feuer der Franzosen hörte auf einmal auf (7 Uhr Morgens), und eskam der französische General Revest herüber gesprengt, um im Namen des Gene-rals Bandamme die Capitulation von Paris vorzuschlagen und um einen schleunigenWaffenstillstand zu bitten.

Feldmarschall Fürst Blücher, der von den Höhen von Meudon den Gang desGefechtes bei Jssy beobachtet hatte, und an welchen der französische General Revestmit seinem Antrag um einen Waffenstillstand sich wendete, verlangte jedoch vondem die französische Armee commandirenden Marschall Davoust, mit größer» Voll-machten versehene Unterhändler, welche auch von dem Feldmarschall bezeichnetwurden, und bestimmte zugleich das Schloß von St. Cloud zu Abschließung derUnterhandlungen, so wie er auch nach diesen Ort sein Hauptquartier verlegte.

Gleichzeitig mit dem Treffen bei Jssy hatte auch das linke Flügel-Detaschementdes Iten Armeecorps unter dem Hauptmann Krensky ein ziemlich lebhaftes Gefechtin der Richtung von St. Cloud gegen Neuilly, in Folge dessen der Feind gegendie Brücke von Neuilly zurückgeworfen und ganz von dem linken Ufer der Seinevertrieben wurde. Die Nachricht von den eingeleiten Unterhandlungen beendigteindeß auch hier die Feindseligkeiten, jedoch etwas später, als bei Jssy, indem mansich von beiden Ufern der Seine noch fortwährend beschoß.

Durch ein seltsames Zusammentreffen hat auf diese Weise dasselbe Corps, wel-ches den 15. Juli den Krieg durch die Gefechte an der Sambre eröffnete, auch am3. Juli durch die Gefechte bei Jssy und Neuilly den Krieg beendet.

Fürst Blücher hatte gleich nach dem ihm gemachten Anerbieten der Uebergabevon Paris den Herzog von Wellington einladen lassen, nach St. Cloud zu kommen,um den Unterhandlungen beizuwohnen.

Nachdem der Herzog von Wellington eingetroffen war, wurde die in den Bei-lagen enthaltene Convention abgeschlossen, mit welcher der Krieg im freien Feldeendigte. Man hatte von preußischer Seite den Generalmajor Freiherr» von Müff-ling, von englischer Seite den Obersten Herwey, und von französischer Seite denMinister der auswärtigen Angelegenheiten, Baron Bignon, den Präfekten von Pa-ris, Bondy, und den Chef des Generalstabs, Grafen Guilleminot, zur Führungder Unterhandlungen gewählt.

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